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Die Traglufthalle wird Ende April aufgelöst. 

Landratsamt gibt Verlegungsplan bekannt 

Traglufthalle: Dort ziehen die Asylbewerber hin

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Der Verlegungsplan steht fest: Das Landratsamt hat den Asylbewerbern mitgeteilt, wo sie nach Auflösung der Holzkirchner Traglufthalle leben und wann sie umziehen werden.

„Aus Transparenzgründen wurden die neuen Unterkünfte für alle 159 Bewohner gleichzeitig bekannt gegeben“, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts. 111 Personen bleiben weiter im Landkreis Miesbach, 48 verteilt die Regierung von Oberbayern landkreisübergreifend. Wie Landratsamt-Sprecher Birger Nemitz gegenüber unserer Zeitung mitteilt, gibt es auch eine neue Asylbewerber-Unterkunft in Holzkirchen an der Breitensteinstraße. Hier mietete das Landratsamt bereits zum 1. Dezember eine Doppelhaushälfte an, in der 16 Personen Platz haben. Die 19 Asylbewerber, die nach einem Brand in der Unterkunft in Bayrischzell vorubergehend in der Traglufthalle wohnten, konnten mittlerweile in ihre ursprüngliche Unterkunft zurückkehren. 

„Für meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Fachbereich für Asylangelegenheiten ist dies eine äußerst arbeitsintensive Zeit“, meinte Landrat Wolfgang Rzehak (Grüne) anerkennend, „jeder Einzelfall wurde genau betrachtet; bei jedem Menschen wurde versucht, die beste Lösung zu finden“. Die Mitarbeiter mussten im Landkreis mit so einem angespannten Wohnungsmarkt mehr als 100 Plätze finden. „Es gefällt mir sehr, wie dieses schwierige Problem gelöst worden ist.“ Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) machte den Bewohnern Hoffnung: „Sie alle kommen in deutlich bessere Unterkünfte als in eine Traglufthalle“, sagte er. 

92 Bewohner bleiben in Holzkirchen. So ziehen am Montag, 13. März 35 Asylbewerber in das alte Polizeigebäude, das saniert wurde, 49 kommen am 14. März in die inzwischen wiederhergerichtete Container in der Erich-Kästner-Straße. Am 15. März werden zwei Leute nach Tegernsee verlegt, am selben Tag sowie am 16. März findet die landkreisübergreifende Verlegung von 48 Flüchtlingen statt. Vier Personen werden am 21. März in den Containern in Valley untergebracht, am 23. März weitere vier in Otterfinger Unterkünften. Fünf Flüchtlinge ziehen am 28. März in die Warngauer Container, weitere vier (29. März) in die Container nach Miesbach. Die letzten acht siedeln am 30. März an die Breitensteinstraße um. 

Die gleichzeitige Bekanntgabe sollte Konflikte vermeiden. Wie berichtet, ist die alte Polizei bei Asylbewerbern beliebt. Im Gegensatz zu Containern bietet sie ein festes Heim. Bei denjenigen, dort hindürfen, sei der Jubel groß gewesen, berichtet Nemitz. Der ein oder andere hätte natürlich gefragt, ob er nicht auch dort einziehen dürfe. Aber insgesamt seien die Botschaften „sehr zivilisiert“ aufgenommen worden.

 Die Eigentümer-Firma der Halle, die Firma Paranet soll in der 14. Kalenderwoche mit dem Abbau der Halle beginnen, der in der 16. Woche mit der Reinigung ende. Ende April läuft der Mietvertrag aus.

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