Tuberkulose-Verdacht in Holzkirchen: Mann in Klinik gebracht
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Tuberkulose-Verdacht in Holzkirchen: Mann in Klinik gebracht

„Verdächtiger Befund“ bei Röntgenuntersuchung

Tuberkulose-Verdacht in Holzkirchen: Mann in Klinik gebracht

  • Christian Masengarb
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Bei einem Bewohner der Wohncontainer-Anlage in Holzkirchen in der Frühlingstraße besteht der Verdacht auf eine Tuberkulose-Erkrankung. Er wurde in eine Klinik gebracht.

Holzkirchen - Bei einem Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft in Holzkirchen in der Frühlingstraße besteht der Verdacht auf eine Tuberkulose-Erkrankung. Der Mann wurde in die Fachklinik nach Gauting gefahren, teilte das Landratsamt in einer Pressemitteilung mit. Weitere Untersuchungen sollen klären, ob er an Tuberkulose erkrankt und ob diese ansteckend ist.

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Tuberkulose-Verdacht in Holzkirchen: Genaue Diagnose Mitte nächster Woche

Der Patient war bei einem Lungenfacharzt in Bad Tölz in Behandlung. Bei einer Röntgenuntersuchung des Thorax wurde ein verdächtiger Befund erhoben. Der Geflüchtete wurde daraufhin heute mit einem Krankenwagen in eine Fachklinik nach Gauting gefahren. Hier sollen weitere Untersuchungen stattfinden.

Mit einem Bronchoskop wird dabei ein Blick in die Lunge des Patienten geworfen. Außerdem wird das Sputum, also der Auswurf des Erkrankten, unter einem Lichtmikroskop untersucht. Sind hier bereits Erreger zu erkennen, muss man von einer ansteckenden Erkrankung ausgehen. Ist dies nicht der Fall, wird das Material im Labor angezüchtet. Eine möglicherweise geringe Anzahl von Erregern soll sich so vermehren und erkennbar werden. Dies kann allerdings bis zu sechs Wochen dauern.

Einen ersten Zwischenstand werden die Mediziner vermutlich Mitte nächster Woche melden können. „Tuberkulose ist keine hoch-ansteckende Krankheit und kann mit Antibiotika gut behandelt werden“, sagte eine Medizinerin des Landratsamtes Miesbach. Falls der Befund dann wirklich TBC ist und falls diese Tuberkulose ansteckend ist, wird das Gesundheitsamt alle Kontaktpersonen anschreiben oder anders kontaktieren. Kontaktpersonen sind zum Beispiel die anderen Bewohner des Containers, der Sicherheitsdienst oder Helfer. Nur in diesem Falle müssen sie dann einen Bluttest machen, der acht Wochen nach dem letzten Kontakt durchgeführt werden soll. Diese Untersuchung führt das Gesundheitsamt durch.

Ähnlicher Fall im Jahr 2017: Tuberkulose bei Asylbewerber nachgewiesen

Tuberkulose-Verdacht in Holzkirchen: Ansteckung durch die Atemluft

Die Ansteckung mit Tuberkulose erfolgt durch die Atemluft bei engem Gesicht-zu-Gesicht-Kontakt. Personen müssen sich dabei eine hinreichend lange Zeit, mindestens acht Stunden, mit dem Erkrankten in einem engen Kontakt befunden haben, etwa in einem Raum. Eine Ansteckung durch Flächen oder Gegenstände ist eigentlich nicht möglich. Vorsorglich hat das Gesundheitsamt eine gründliche Lüftung des Zimmers durchführen lassen, das Bettzeug wurde entfernt und glatte Flächen desinfiziert.

Eine Übertragung durch Dritte, nicht an Tuberkulose erkrankte Menschen ist nicht möglich. Auch Personen, die sich frisch mit Tuberkulose-Bakterien infiziert haben, etwa Kontaktpersonen, sind nicht ansteckend. Rund zehn Prozent der Personen, die sich mit Tuberkulose-Bakterien angesteckt haben, erkranken im Verlauf der nächsten Monate oder Jahre an einer behandlungsbedürftigen Tuberkulose.

Der Mann wohnte in einem Zwei-Bett-Zimmer. Ausländerrechtlich hat er eine Duldung. Es handelt sich um einen 1995 geborenen Mann aus Nigeria. Bis zu einer weiteren Klärung der Situation darf er die Klinik in Gauting aus infektionshygienischen Gründen nicht verlassen.

In dem Container in Holzkirchen wohnen schon seit September 2014 Geflüchtete. Der Standort wird aufgelöst, zum 31. August 2019 läuft der Vertrag aus. Dies steht in keinem Zusammenhang zu dem heutigen Vorgang. Die Marktgemeinde Holzkirchen möchte auf dem Gelände eine Kita errichten.

Erinnern Sie sich noch: Otterfinger Haus für Kinder: Erzieherin ging halbes Jahr mit TBC in Kita

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