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Die Anwohner Erich Burgert (v.l.), Thomas Ströbl und Reinhard Fiebig hoffen auf eine Bahnunterführung, die von der Buchenstraße ins Gewerbegebiet-Ost führen würde.

Unterführung ins Gewerbegebiet-Ost

Tunnel am Ländl: Planfeststellung läuft

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Die Regierung von Oberbayern hat das Planfeststellungsverfahren für die Unterführung zwischen dem Wohngebiet Ländl und dem Gewerbegebiet-Ost in Holzkirchen eingeleitet.

Holzkirchen – Die Regierung von Oberbayern hat das Planfeststellungsverfahren – also quasi das Baugenehmigungsverfahren – für die Unterführung zwischen dem Wohngebiet Ländl und dem Gewerbegebiet-Ost in Holzkirchen eingeleitet. Ende April beginne die Auslegung, teilte Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) jetzt im Gemeinderat mit. „Es geht wieder weiter, die nächste Runde ist erreicht“, sagte er. Und: „Was lange währt, wird endlich gut.“

Wie berichtet, kämpfen Anwohner wie Erich Burgert im Wohngebiet Ländl schon seit Jahren für eine Unterführung zwischen der Buchenstraße und dem Gewerbegebiet-Ost. Der Tunnel unter den Bahngleisen soll Radfahrern und Fußgängern das Leben leichter machen, sie sollen ohne Umweg über die Rosenheimer Straße und ohne Auto zum Einkaufen oder Arbeiten ins Gewerbegebiet gelangen. Außerdem soll ein Tunnel für mehr Sicherheit sorgen – im Moment überqueren einige Leute die Gleise einfach so.

Eine konkrete Planung dazu liegt sogar schon vor, aus verschiedenen Gründen wurde das Bauvorhaben jedoch immer wieder aufgeschoben. Die Kosten – rund eine Millionen Euro – müsste die Gemeinde stemmen, allerdings könnte sie auf Zuschüsse hoffen. Vor Kurzem war das Thema wieder im Gemeinderat aufgetaucht. Burgert und seine Mitstreiter, die zwischenzeitlich resigniert hatten, wittern nun eine neue Chance im Mobilitätskonzept der Gemeinde (wir berichteten). Immerhin empfehle das Gutachten, den Rad- und Fußverkehr zu stärken und den Kfz-Verkehr einzudämmen. Die Unterführung steht sogar im Konzept konkret drin, allerdings nicht unter den Sofortmaßnahmen beziehungsweise den Schwerpunktthemen der Gemeinde.

Am Ende entscheidet das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) über das Baurecht. Ist dieses erteilt, liegt der Ball wieder bei der Gemeinde. 

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