Dortmund besiegt "Fluch von Berlin" - Triumph für Tuchel

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Eine Rundumkur ist für den Holzkirchner Bahnhof geplant. Unter anderem könnten ein Parkhaus sowie ein Pendlerhaus entstehen. Auch eine zweite Unterführung soll es geben.

Workshop

Neues Gesicht für den Holzkirchner Bahnhof

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Holzkirchen - Das Bahnhofs-Areal in Holzkirchen soll ein neues Gesicht bekommen. Ideen gibt es viele: Dazu gehören eine zweite Unterführung, ein Parkdeck sowie ein Pendlerhaus. Ein Überblick.

Der Holzkirchner Bahnhof ist stark frequentiert. Täglich finden sich dort mehr als 10 000 Reisende ein, mit Passanten sind es zwischen 14 000 und 16 000 Personen, heißt es in einer Pressemitteilung der Marktgemeinde. „Aufgrund der günstigen Verkehrslage und des attraktiven ÖPNV-Angebots haben sich die Besucher- und Verkehrszahlen in den letzten Jahren nochmals deutlich erhöht“, schreibt die Gemeinde. Und die Zahlen klettern weiter nach oben. Laut Prognosen suchen im Jahr 2020 circa 12 000 Reisende und Pendler den Bahnhof täglich auf. Die Passanten noch nicht eingerechnet. Der gesamte Komplex stammt aus den 60er Jahren, die umliegenden Gebäude befänden sich im sanierungsbedürftigen Zustand. Höchste Zeit, dass etwas passiert auf dem Gelände. Eine moderne Mobilitäts-Drehscheibe soll entstehen.

Im Zuge des integrierten Orts- und Mobilitätskonzeptes der Gemeinde rückt das Areal am Bahnhof, als eines der zentralen Punkte im Ort, in den Fokus. Mit der Zukunft der Flächen hat sich jetzt ein Workshop beschäftigt. Anwesend waren Vertreter der DB Station und Service, dem RVO, dem Arbeitskreis Verkehr der Marktgemeinde und mehrere private Grundstückseigentümer. Die Expertenbüros Skorka und Kaulen, die sich um das Mobilitätskonzept kümmern, brachten ihre Einschätzungen im Bereich Verkehr und das Potenzial aus Sicht der Ortsentwicklung ein.

Ein bisschen mehr hatte sich Robert Haunschild, Geschäftsleiter im Rathaus, schon von dem Treffen erwartet. „Da hatte ich mehr Hoffnung“, gesteht er. „Das Problem war, dass man sehr allgemein geblieben ist.“ Und: „Es gibt noch keinen großen Wurf und keinen großen Fingerzeig für den Gemeinderat.“

Ziemlich fix ist laut Haunschild immerhin eine zweite Unterführung im Norden auf Höhe des Reitschulwegs. Die bestehende stoße an ihre Kapazitätsgrenzen. „Außerdem wäre eine durchgehende Radverbindung wünschenswert.“ Auch das Thema Barrierefreiheit spielt hier eine Rolle.

Im Gespräch sei außerdem ein Parkhaus, wahrscheinlich auf der Ladehof-Seite. Wie berichtet, hatte der Hauptausschuss im Juli signalisiert, anderweitige Planungen dort, wie das Jugendfreizeitareal, anzuhalten. Für das Parkhaus müsse man noch Erhebungen machen. Etwa, was die Zahl der Parkplätze betrifft. „Ziel ist es, hierfür einen Investor zu finden.“ Gleiches gelte für das angedachte Pendlerhaus. Also ein Gebäude mit WLAN und Büroeinrichtung, in dem Mitarbeiter großer Firmen nach dem Prinzip Home Office arbeiten, erklärt Haunschild. Dann müsste zum Beispiel ein Angestellter, der in Gmund wohnt, nicht jeden Tag nach München fahren. Die Kooperation mit Unternehmen soll die Standortmarketing Gesellschaft Landkreis Miesbach (SMG) einfädeln.

Bei dem Workshop sprachen die Teilnehmer auch über den Busbahnhof. „Bislang gibt es vier Parkplätze für normale Busse“, sagt Haunschild. „Laut RVO soll die Insel größer werden.“ Wachsen soll zudem die Zahl der Radabstellplätze. Aktuell gebe es 350 Plätze. „Gut 200 mehr wären nötig“, schätzt Haunschild. Auch ein Neubau des Bahnhofsgebäudes stehe zur Disposition.

Die Finanzierung des Gesamtprojekts sei noch offen. Laut Haunschild werden sich wohl alle Grundeigentümer beteiligen. Der Bahn gehöre das meiste, auch die Gemeinde und Privatpersonen besitzen Flächen. Weitere Verhandlungen seien nötig. Die Hinweise aus dem Workshop werden in der Klausursitzung des Gemeinderats am 21. und 22. Oktober ins Mobilitätskonzept eingespeist. Geplant ist, das Vorhaben in Form eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs zu bearbeiten. „Wir hoffen, dass wir diesen 2017 machen können.“

Ob das Mobilitätskonzept selbst noch wie geplant heuer der Öffentlichkeit präsentiert wird, ist laut Haunschild unsicher. „Wir wollen keinen künstlichen Druck.“

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