Unfall Marschall
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Nur noch Schrottwert hat der BMW eines 73-jährigen Wiesseers nach einem Unfall am Dienstagabend auf der B 318 bei Marschall.

Auf der B 318

Sturzbetrunkene Frau rammt Gegenverkehr

  • Andreas Höger
    vonAndreas Höger
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Holzkirchen - Eine sturzbetrunkene Münchnerin schlingerte am Dienstagabend auf der B 318 bei Marschall in den Gegenverkehr und krachte mit ihrem Mercedes in zwei Autos.

Laut Polizei war die 44-jährige Mercedes-Fahrerin von Tegernsee in Richtung Autobahn unterwegs. Gegen 19.30 Uhr hatte sie es trotz ihres Rauschs bis auf Höhe Marschall geschafft. Dort geriet ihr Mercedes auf die Gegenfahrbahn und rammte ein entgegenkommendes Fahrschulauto. Die Fahrschülerin, eine 30-Jährige aus München, und ihre Fahrlehrerin (58), ebenfalls aus München, konnten nicht mehr ausweichen. Durch den seitlichen Rammstoß wurde ihr Golf in den Straßengraben abgedrängt und kam dort zum Stehen.

Diese erste Karambolage schleuderte den Mercedes der Betrunkenen noch weiter auf die Gegenfahrbahn, wo er gegen den BMW eines 73-Jährigen aus Bad Wiessee prallte. Der Mercedes erwischte den BMW an dessen vorderer, linker Seite. Der Anprall schleuderte die schwere Limousine in ein Feld neben der Bundesstraße.

Münchnerin rammt Gegenverkehr - Fotos

Unfall bei Marschall auf B 318 - Fotos

Unfall Marschall Dienstag 23. September 2014 Fotos
Unfall Marschall Dienstag 23. September 2014 Fotos
Unfall Marschall Dienstag 23. September 2014 Fotos
Unfall Marschall Dienstag 23. September 2014 Fotos
Unfall bei Marschall auf B 318 - Fotos

Wie die Polizei mitteilt, konnten alle vier Beteiligten selbst aussteigen. Sie erlitten Schleudertraumata, zur vorsorglichen Untersuchung wurden sie in die Krankenhäuser Agatharied und Harlaching gebracht. Angesichts der Wucht der Zusammenstöße war in der Alarmeldung von eingeklemmten Personen die Rede gewesen, die Holzkirchner Feuerwehr rückte mit rund 20 Mann aus.

Beim Blick auf die deformierten Autowracks war Zweiter Kommandant Ludwig Würmseer erleichtert, dass den Beteiligten nicht mehr passiert war. „Vor 15 Jahren hätten wir hier drei eingeklemmte Personen gehabt“, sagt Würmseer, „die Sicherheitstechnik der Autos hat gottlob enorme Fortschritte gemacht.“

Unfallursache war laut Polizei die Alkoholisierung der 44-Jährigen. Der Alkotest ergab einen Wert von über zwei Promille. Die Frau musste ihrern Führerschein abgeben. Sie erwartet ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung.

Die Feuerwehr leuchtete die Unfallstelle aus, regelte die Straßensperrung und reinigte die Straße. Den Sachschaden an den drei Fahrzeugen schätzt die Polizei auf rund 40 000 Euro.

avh

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