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Runde Sache: Elisabeth Obermaier, Hauswirtschaftsschülerin im Grünen Zentrum in Holzkirchen, backt mithilfe der Lebkuchenglocke Lebkuchen. Das Rezept hat sie von ihrer Lehrerin Stephanie Schmid bekommen.

Serie: Wir kochen uns in den Winter (und Advent)

Unser Winter-Rezept des Tages: Lebkuchen von einer echten Fränkin

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Lehrerin Stephanie Schmid hat das Rezept aus dem Nürnbergerland ins Oberland mitgebracht. Ihre Schülerin Elisabeth Obermaier backt vor und zeigt, das echte Lebkuchen gar nicht so schwer sind.

Sie ist hölzern, rund und hat mit Stephanie Schmid eines gemeinsam: Die beiden stammen aus dem Nürnberger Land. „Die Lebkuchenglocke ist wirklich eine Innovation aus Franken“, erklärt die 28-Jährige. „Ohne sie muss man die Lebkuchen mit der Hand formen“, sagt sie. „Dann besteht die Gefahr, dass sie eckig werden oder ausfransen.“

Und in die Kunst der Lebkuchenglocke weiht Schmid die 21 Schülerinnen ein, die derzeit die Abteilung Hauswirtschaft an der Landwirtschaftsschule im Grünen Zentrum in Holzkirchen besuchen. Elisabeth Obermaier ist eine von ihnen. Schmid ist dort Fachlehrerin für die Küchenpraxis – und Lebkuchen gehören einfach auf den Lehrplan im Wintersemester. „Man muss schon begabt sein, um zu backen“, sagt Schmid. Aber jeder, der einen Rührteig hinbekommen, schaffe auch die Lebkuchen. Schwierigkeitsstufe: leicht. Der Lebkuchenglocke sei Dank.

Und so geht’s:

Die Kartoffeln kochen, durch die Kartoffelpresse drücken und anschließend abkühlen lassen. Die Masse in einer Schüssel verteilen. Schmids Tipp: Wer es besonders gesund mag, kann die Kartoffeln teilweise oder ganz durch gekochte Karotten ersetzen. Dann gibt man das Mehl zu der Kartoffelmasse hinzu. „Wir verwenden meist Dinkelmehl“, erklärt Schmid. „Weil es gesünder und herzhafter ist.“ Danach muss man Haselnüsse, Backpulver, Lebkuchengewürz, Zimt und Ingwer druntermischen und mit einem Handrührgerät verquirlen. Auch Zitronat und Orangeat kommen hinzu. „Am besten, man hackt sie zuvor mit einem Wiegemesser klein“, empfiehlt die Hauswirtschaftslehrerin. „Damit man nicht draufbeißt.“ In einer separaten Schüssel rührt man derweil die Eier schaumig, schüttet den Zucker hinzu. Danach verquirlt man die Eimasse mit der Kartoffelteig-Masse. „Wenn der Teig bröselt, kann man etwas Milch oder Wasser zugeben“, rät Schmid.

Alle 21 Rezepte Winter-Rezepte von Tafelspitz bis Bratäpfel finden Sie in unserer großen Übersicht.

Ist der rohe Teig fertig, kommt die Lebkuchenglocke zum Einsatz. Man verteilt kleine Teigportionen in deren Unterseite, schließt die Masse mit einer Oblate ein. Die verwendeten Oblaten müssen einen Durchmesser von sieben Zentimetern haben, damit sie in die Form passen. „Dann dreht man die Glocke einmal“, erklärt Schmid. „Im Prinzip funktioniert sie wie eine Pfeffermühle.“ Durch einen Stab im Inneren wird der schön rund geformte Teig vom Holz gelöst. Das Ganze muss man dann natürlich ein paar Mal wiederholen, bis alle Lebkuchen gemacht sind.

Die Teigrohlinge dann bei 200 Grad Unter- und Oberhitze auf einem Blech für circa 20 Minuten gut durchbacken. Wer will, kann sie pur genießen. Die, die es süß mögen, können die Lebkuchen mit Schoko-, Zuckerguss oder Punschglasur bestreichen. Die Hauswirtschafterinnen dürfen nach dem Unterricht übrigens nicht sofort naschen: „Bei der Weihnachtsfeier bekommt jede Schülerin ein Päckchen mit nach Hause“, erklärt Schmid. Dort befinden sich die in der Schulküche gebackenen Platzl und natürlich die Lebkuchen – hergestellt mit der vielleicht rundesten Erfindung aus dem Frankenland.

Die Zutaten:

Für circa 40 Lebkuchen mit einem Durchmesser von je sieben Zentimetern braucht man:

350 Gramm gekochte Kartoffeln

drei Eier

225 Gramm Mehl

300 Gramm Zucker

250 Gramm gemahlene Haselnüsse

50 Gramm Zitronat

50 Gramm Orangeat

einen Teelöffel Zimt

einen Teelöffel frisch geriebenen Ingwer

einen Teelöffel Lebkuchengewürz

eineinhalb Teelöffel Backpulver

50 Gramm Schokostreusel

circa 40 Oblaten mit einem Durchmesser von je sieben Zentimetern

ein bis zwei Becher Schokoguss für die Glasur

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