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„Das schmeckt hervorragend“: Barbara Weingand aus Wall hat in ihrer Küche ihr berühmtes Rehgulasch zubereitet. Das Fleisch bekommt sie immer frisch von einer befreundeten Jägerin geliefert.

Serie: Wir kochen uns in den Winter (und Advent)

Unsere Winter-Rezepte: Ein famoses Rehgulasch, das schon im Fernsehen war 

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Famoses Rehgulasch, zubereitet von einer, die wissen muss, wie es geht. Barbara Weingand aus Holzkirchen hat es mit ihrem Rehgulasch, das besser schmeckt, desto länger es steht, schon in den BR geschafft.

Holzkirchen - Barbara Weingand (60) ist stolz. Ihr famoses Rehgulasch hat es sogar schon ins Bayerische Fernsehen geschafft. Als sie vor einigen Jahren das Kochbuch „Waller Leibspeisen“ mit herausgab, wurde ein BR-Reporter auf sie aufmerksam – zumal der Erlös des Buches in den Erhalt des Kirchturms floss. Und schwuppdiwupp zauberte Weingand vor laufender Kamera ihr Rehgulasch. „Das schmeckt hervorragend“, sagt sie. Und lasse sich einfach zubereiten. „Das zu kochen ist keine große Kunst.“

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Gerade in der stressigen Adventszeit sei es das ideale Gericht, denn: „Je öfter man es aufwärmt, umso besser schmeckt es.“ Das Rezept hat sich die Wallerin selbst ausgedacht. „Ich tüftelte mit Gewürzen herum.“ Gebaut hat Weingand dabei auf eine alte Familientradition. „Wir essen schon immer gerne Wild.“ Der Unterschied: Ihre Oma und Mama machten früher Rehragout. „Da sind noch kleine Knochen zum Abfieseln drin“, erklärt die 60-Jährige. Beim Gulasch nicht, das sei ganz zart. Das Fleisch bekommt Weingand von einer Freundin. „Die ist Jägerin und beliefert mich immer mit frischem Reh“, sagt sie. „Es gibt zwar wenig Frauen, die auf die Jagd gehen, aber außergewöhnlich ist das heute nicht mehr.“

Und so funktioniert das Rehgulasch:

Die Zwiebeln in einem Topf im Fett andünsten, bis sie glasig sind. „Dann gebe ich das Fleisch dazu“, erklärt Weingand. Das Fleisch etwas anbräunen, dann alles mit Wein ablöschen. Danach gibt Weingand die in dünne Scheiben geschnittenen Karotten dazu, anschließend den Wacholder und auch schon die Preiselbeeren. Ganz am Schluss gießt sie die Sahne darüber. „Die macht einen weichen, runden Geschmack.“ Dann bindet sie die Soße mit Mehl ab und würzt das Fleisch mit Salz und Pfeffer. „Man muss das Reh solange schmoren, bis es weich ist“, meint Weingand. „Sonst kaut man wie auf Kaugummi drauf.“ Der richtige Moment lässt sich am Besten durch Probieren herausfinden. „Bei einem ganz jungen Tier reicht eine Stunde Schmoren.“ Und fertig ist das Rehgulasch. Als Beilage empfiehlt Weingand Serviettenknödel, Spätzle, Nudeln, Blaukraut oder Salat in allen Variationen. „Das passt eigentlich alles.“ Guten Appetit!

Für ein Rehgulasch für vier Personen braucht man:

1200 Gramm geschnittenes Gulasch-Fleisch vom Reh

1/4 Liter Rotwein

zwei kleine Zwiebeln

drei Karotten

acht bis zehn Wacholderbeeren

zwei bis drei Lorbeerblätter

250 Gramm Preiselbeeren oder Johannisbeermarmelade; zusätzlich kann man weitere Preiselbeeren zum Verfeinern servieren

ein Becher Sahne (wahlweise kann man auch einen Becher Schmand oder Sauerrahm verwenden)

Fett zum Anbraten

etwas Salz und Pfeffer, je nach Vorliebe würzen

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Dazu brauchen wir freilich das Rezept. Dazu ein Bild vom Gericht, am liebsten mit dem oder der Koch/Köchin selbst mit drauf, sowie ein paar Sätze zu Ihrer persönlichen Geschichte mit dem Gericht. Nicht nur die Schwiegertöchter werden es Ihnen danken.

Das ganze dann: Per Email direkt an klaus-maria.mehr@tegernseer-zeitung.de oder einfach via Facebook.

Die Serie stammt übrigens von Dezember 2015 und wird aus aktuellem Anlass wieder aufgekocht.

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