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Freuen sich auf die Arbeit mit den ausgewählten Holzkirchner Bürgern: die beiden Moderatoren Daniel Baier (l.) und Maren Schüpphaus sowie Bürgermeister Olaf von Löwis.

Workshop im Rathaus

Verkehrskonzept: Jetzt beraten die Bürger

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Holzkirchen - Das Bürgergutachten nimmt Gestalt an. Zwei Tage lang beraten zufällig ausgewählte Bürger über die Verkehrssituation in Holzkirchen. Ziel ist es, eine Arbeitsgrundlage für das integrierte Mobilitätskonzept der Gemeinde zu entwickeln.

Vor ihnen ausgebreitet auf dem Tisch liegt ein großer Plan. Die Gemeinde Holzkirchen ist darauf abgebildet, mit allen Straßen, Bahnlinien und Baugebieten. Vereinzelt ist eine grüne Fläche eingezeichnet. Nein, grün ist die Marktgemeinde wahrlich nicht. Es gibt den Kogel im Süden, ein wenig Grün Richtung Flintspach, Richtung Gewerbegebiet Ost, bei den Schulen im Westen. Nordöstlich des Bahnhofs gibt es gar keine Grünflächen. Fünf Köpfe beugen sich nun an einem Tisch im Sitzungssaal über diesen Plan. Sie haben gerade die Aufgabe, fünf Grünflächen zu benennen, die sie für wichtig halten. 

50 zufällig ausgewählte Holzkirchner sind an diesem Freitagmorgen im Sitzungssaal des Rathauses und in der Arbeitsagentur zusammengekommen, um über den Verkehr zu sprechen. Darüber, welchen Raum er zukünftig einnehmen soll. Die Tagesordnung ist lang. Es geht um „Siedlung und Landschaft“, um „Fußverkehr und Grünzüge“, um den Rad-, Öffentlichen und Auto-Verkehr, um den öffentlichen Raum, um Parkplätze und um die Ortsteile. Die Ergebnisse des zweitägigen Workshops bilden das Bürgergutachten zum integrierten Mobilitäts- und Ortsentwicklungskonzept. Ziel ist, wie berichtet, den Verkehr zu beruhigen und dabei den städtebaulichen Aspekt zu berücksichtigen. 

Arbeitsgrundlage sind das Verkehrsgutachten von Ralf Kaulen und das Ortsentwicklungskonzept von Manuela Skorka. Beide haben ihre Entwürfe bereits dem Gemeinderat präsentiert, jetzt sind die Bürger dran. Sie hören von „grünen Perlenschnüren“, durch Wege verbundene Grünflächen, die sich einmal durch Holzkirchen ziehen könnten. Von Asphalt, der das Ortsbild prägt, von zu schmalen Gehwegen, von einem Loch, in dem Fußgänger verschwinden, wenn sie vom Marktplatz auf die andere Seite der Münchner Straße müssen. „Wir wollen die beste Lösung für jede Verkehrsart“, sagt Kaulen. 

Und Holzkirchen noch schöner machen. Das sagt Bürgermeister Olaf von Löwis. Dazu gehöre, sich mit dem Thema Verkehr auseinanderzusetzen – mit dem Ziel, ein nachhaltiges Konzept zu erarbeiten, vom den noch die nachfolgenden GEnerationen profitierten. „Wir müssen uns vom Zeitgeist verabschieden“, sagt der Rathaus-Chef. Nicht mehr nur von Wahl zu Wahl denken. 

Die Teilnehmer versuchen derweil, sich in die Ortsentwicklung hineinzudenken, welche Grünflächen wo aufgewertet und besser genutzt werden können. Ganz oben steht der Kogel im Süden, als eine Art Frischluftschneise für die Marktgemeinde. Eine grüne Ost-West-Perlenschnur von der Roggersdorfer Straße zum Valleyer Weg wünscht sich mancher ebenso wie den Erhalt grüner Flächen an der Flintspacher Straße. Vor allem soll der TuS-Sportplatz als Grünfläche erhalten werden.

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