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Eine 21-Jährige verunglückte Anfang September 2015 bei einer Kollision in Großhartpenning.

Verkehrsstatistik der Polizei Holzkirchen

13 Unfälle unter Alkoholeinfluss

Holzkirchen – Mehr Unfälle und mehr Trunkenheitsfahrten: Die Verkehrsstatistik der Polizeiinspektion (PI) Holzkirchen fällt für das vergangene Jahr ernüchternd aus. Auch bei den zwei tödlichen Unfällen 2015 war ein Mal Alkohol im Spiel.

Auf der Ortsdurchfahrt in Großhartpenning war Anfang September 2015 eine 21-Jährige mit ihrem Kleinwagen gegen 8 Uhr auf die Gegenfahrbahn geraten und kollidierte mit einem Kombi (wir berichteten). Dessen Fahrer erlitt schwere Verletzungen, die junge Frau verstarb noch an der Unfallstelle. Danach stellte sich heraus: „Die Unfallverursacherin war stark alkoholisiert“, erklärt Robert Maurer, stellvertretender Leiter der PI, auf Nachfrage unserer Zeitung. 

Der tödliche Autounfall ist der traurige Höhepunkt eines Jahrs, in dem die Holzkirchner Beamten wieder mehr Unfälle unter Alkoholeinfluss und einige Trunkenheitsfahrten mehr registrierten: Bei 13 Unfällen stand ein Beteiligter unter Alkoholeinfluss, 2014 waren es nur sechs gewesen. 18 Fahrer wurden bei Verkehrskontrollen alkoholisiert am Steuer erwischt (Vorjahr: 15). Dreimal konnte die Polizei Betrunkene noch beim Losfahren aufhalten und aus dem Verkehr ziehen. 

Insgesamt allerdings scheinen die Autofahrer vernünftiger zu werden, „ein Bauchgefühl“, meint Maurer. „Bei vielen ist das Bewusstsein da, dass der Führerschein existenziell ist, da findet ein Umdenken statt.“ Selbst wenn das Taxi teuer erscheine: „Wenn ein Unfall passiert, ist der Schaden das größere Übel.“ 

Die Zahl der Verkehrsunfälle insgesamt stieg im vergangenen Jahr um sieben Prozent auf 795 (Vorjahr: 742). Bei 138 Unfällen wurden 187 Menschen verletzt, 33 davon schwer. Zwei Unfälle endeten tödlich. Zum einen die Kollision in Großhartpenning. Zum anderen starb eine Fußgängerin (62), die in Holzkirchen den Bahnübergang am Valleyer Weg trotz geschlossener Schranke überquerte und von einem Zug erfasst wurde. 

Bei 156 Unfällen suchten die Verursacher einfach das Weite (Vorjahr: 140). Allerdings steige die Zahl der registrierten Unfallfluchten auch deshalb, weil inzwischen viele Anzeigen aus versicherungstechnischen Gründen eingingen, erklärt Maurer: Wenn der Schaden über die Vollkasko abgedeckt werden soll. 

Immerhin: 2015 war kein Schulwegunfall zu verzeichnen (Vorjahr: zwei). Damit das hoffentlich so bleibt, haben die Verkehrssachbearbeiter der PI im vergangenen Jahr 293 Vorschulkinder im Schulwegtraining fit gemacht für den Weg zur Schule, und 350 Mädchen und Buben der vierten Klassen besuchten die Jugendverkehrsschule am Verkehrsübungsplatz an der Flinspachstraße in Holzkirchen.

Von Katrin Hager 

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