Neues Erdbeben in Mexiko

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Der virtuelle Rundgang durch das Holzkirchner Feuerwehrhaus erlaubt Rundumblicke mit 360-Grad-Bildern zum Drehen. Er soll in Kürze auch auf der Homepage der Feuerwehr zu sehen sein.

Virtueller Rundgang durch Feuerwehrhaus 

„Da muss man nichts verbergen“

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Einen virtuellen Rundgang durch das Holzkirchner Feuerwehrhaus hat Thomas Rychly aus Otterfing erstellt. Dem Zweiten Kommandanten Ludwig Würmseer (35) gefällt das Ergebnis.  

Herr Würmseer, gehört ein virtueller Rundgang durch ein Feuerwehrhaus im digitalen Zeitalter einfach dazu?

Würmseer: Ob es dazu gehört, weiß ich nicht, aber mir persönlich gefällt das sehr gut.

Wo haben Sie sich die Idee abgeschaut?

Würmseer: Thomas Rychly von der Firma Immomento München und Oberland in Otterfing hat mich angerufen, und gefragt, ob wir das machen möchten. Ich hatte sowas Ähnliches bei einem seiner Kunden gesehen. So kam der Kontakt zustande.

Waren auch die älteren Mitglieder alle einverstanden? Oder gab es Bedenken wegen Datenschutz und Angst vor Missbrauch?

Würmseer: Nein, da gab es keine Probleme. Wir sind ein öffentliches Haus, da muss man nichts verstecken oder verbergen. Die Feuerwehr gehört den Bürgern, sie bezahlen sie ja auch. Deshalb sollen sie reinsehen können.

Als Nutzer darf man ja verschiedene Bereiche genauer unter die Lupe nehmen, zum Beispiel Mannschaftsfahrzeug, Einsatzzentrale, Drehleiter oder das Vereinsstüberl. Alles in 360-Grad-Bildern. Das war doch bestimmt recht aufwendig, oder?

Würmseer: Das meiste hat Thomas Rychly erledigt. Ich war beim Fotoshooting dabei, musste aber immer flüchten, damit ich nicht auf dem Bild zu sehen bin (er lacht). Ich war ihm hauptsächlich bei den Infopunkten behilflich, die interaktiv die markanten Punkte oder Gerätschaften erläutern.

Dienen diese Infopoints mit der Kennzeichnung „i“ also dazu, den Bürgern das Einmaleins der Feuerwehr beizubringen?

Würmseer: Nein, dafür reicht das nicht aus, schließlich dauert eine Ausbildung bei uns zwei Jahre. Es geht hier nur darum, dass der normale Bürger die Dinge ein wenig zuordnen kann.

Sollen mit diesen modernen Mitteln auch junge Leute angelockt werden?

Würmseer: Natürlich wollen wir damit auch die Jugend ansprechen, also die 15- oder 16-Jährigen. Die haben alle ein Smartphone in der Hand.

Gibt es Nachwuchsprobleme?

Würmseer: Nein, im Moment nicht. Aber man sollte es nicht verschreien und vorarbeiten. Denn die Jugend ist wichtig und unsere Zukunft.

Neulich hat uns Kreisbrandrat Anton Riblinger im Interview erzählt, dass Feuerwehrler in Einsätzen oft von Autofahrern angepöbelt werden. Könnte mehr Transparenz durch einen virtuellen Rundgang auch die Akzeptanz in der Bevölkerung steigern?

Würmseer: Das glaube ich nicht. Derjenige, der rumpoltert, sieht die Feuerwehr danach auch nicht anders. Dem geht es nur darum, dass er in dem Moment nicht durchkommt.

Ein bisschen schwindlig wird einem beim Anschauen schon – man kann die Bilder ja in alle Richtungen drehen...

Würmseer: Ja, aber wenn man mal kapiert hat, wie es funktioniert, dann geht es, finde ich. Die Technik ist sehr faszinierend.

Und was ist Ihre Lieblingsaufnahme?

Würmseer: Schön finde ich die Aufnahme von dem gesamten Gebäude. Am besten gefällt mir die von unserem Löschfahrzeug 40/1. Das Bild ist in rotem Licht gehalten – so wird der Fahrer im Ernstfall in der Nacht nicht geblendet, wenn sich die Kameraden hinten zum Beispiel mit Atemschutzausrüstung ausstatten.

Mit einem Klick auf diesen Link kommen Sie zu den Panoramabildern.

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