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Verärgert Anwohner: widerrechtlich abgelagerter Müll, hier an der Haushamer Schule.

„Auch mal längere Wege in Kauf nehmen“

VIVO-Chef Frey über die Müllentsorgung vor Containern

  • Christian Masengarb
    vonChristian Masengarb
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Unmengen Müll vor vollen Wertstoffcontainern: Im Gespräch erklärt Vivo-Chef Thomas Frey, wieso das passiert ist und was er dagegen unternehmen möchte.

Landkreis – Unmengen Müll vor vollen Wertstoffcontainern: Ein unschönes Bild bot sich am vergangenen Wochenende in etlichen Gemeinden im Landkreis (wir berichteten). Im Gespräch erklärt Thomas Frey (59), Chef des VIVO-Kommunalunternehmens, wieso das passiert ist und was er dagegen unternehmen möchte.

VIVO-Chef Frey über die Müllentsorgung vor Containern

Herr Frey, vor vielen Containern im Landkreis hat sich am Wochenende Müll gestapelt. Wie wollen Sie die Lage verbessern?

Wegen des Feiertags konnten die Container am Freitag nicht mehr geleert werden. Ein weiterer Grund war wohl, dass noch viele Wertstoffhöfe geschlossen hatten. Ab nächster Woche werden alle Wertstoffhöfe im Landkreis wieder öffnen. Zwar noch verkürzt, um die staatlich vorgegebenen Zugangsregelungen wegen Corona einhalten zu können. Alle Wertstoffhöfe zusammengerechnet, kommen wir aber auf rund 300 Stunden Öffnungszeit von normalerweise rund 400. Das ist schon ordentlich. Die genauen Öffnungszeiten für die einzelnen Wertstoffhöfe werden wir noch bekannt geben.

Ist das eine Reaktion auf den Müll am Wochenende?

Nein, das hatten wir ohnehin geplant. Es war die Entwicklung durch die Lockerungen. Die Bürgermeister haben wir bereits informiert. Das Ziel ist, mit unseren eigenen Leuten nach den Regeln des Ministeriums den Betrieb sicherzustellen, wobei uns die Gemeinden Bayrischzell, Kreuth und Rottach-Egern mit Personal unterstützen.

Wie haben Sie noch auf das Wochenende reagiert?

Wir haben den Müll erst einmal weggeräumt. In Schliersee beispielsweise wird ein Altkleider-Container durch einen Verpackungscontainer ersetzt.

Es gab doch aber eigentlich auch noch viele Wertstoffcontainer, die nicht voll waren?

Stimmt. In Hausham haben die Menschen zum Beispiel von Montag bis Samstag die Möglichkeit, Leichtverpackungen am Brenten zu entsorgen, wo der neue Wertstoffhof sein wird. Vor dem geschlossenen derzeitigen Wertstoffhof haben wir zusätzliche Container aufgestellt. Die waren noch frei. Auch in anderen Gemeinden hatten die Wertstoffhöfe geöffnet. Die Menschen mussten ihren Abfall also nicht vor die Container werfen. In der jetzigen Zeit, in der nicht alle Wertstoffhöfe offen sind, muss man eben manchmal auch längere Wege in Kauf nehmen.

Vor den Containern standen auch viele Dinge, die dort nichts verloren hatten – Styropor vor Glas-Containern zum Beispiel.

Das Problem haben wir immer wieder, vor allem mit Sperrmüll. Das ist illegale Abfallentsorgung, die gefährlich werden kann.

Wird es deswegen jetzt mehr Kontrollen geben?

Um Bußgeldverfahren kümmert sich das Landratsamt. Ich weiß, die Behörde handelt, wenn sie Hinweise bekommt. Wir haben zusammen mit den Kommunen einige Containerstandplätze eingezäunt. Die werden jeden Morgen aufgeschlossen und abends wieder zugeschlossen.

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