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Frühe Freude an der Theaterluft: Vom Kindertheater auf die große Bühne

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Korbinian Langl  hat schon als Bub Feuer fürs Theaterspielen gefangen.
Korbinian Langl hat schon als Bub Feuer fürs Theaterspielen gefangen. © THOMAS PLETTENBERG

In andere Rollen zu schlüpfen, fasziniert Korbinian Langl (22), seit er ein kleiner Bub war. Jetzt wagt er mit dem Fools-Ensemble den Schritt auf die große Bühne: als Portier Polter in der Komödie „Drei Männer im Schnee“.

Holzkirchen – Kreativität liegt in der Familie. Allerdings ist er der erste, den es auf die Bühne zieht. Während Vater und Großvater weithin bekannte und geschätzte Krippenbauer sind, hat Korbinian Langl schon als kleiner Bub Feuer für’s Theaterspielen gefangen. Bei zahlreichen Kindertheaterstücken war er bereits auf der Bühne des FoolsTheaters zu sehen. Nun spielt er seine erste Rolle in einem Erwachsenenstück: Den Portier Polter in der überarbeiteten Neuauflage von „Drei Männer im Schnee“, die das FLTB Fools-Ensemble ab Samstag, 4. Februar, in Holzkirchen gibt.

Viel Spaß bei Theaterkursen für Kinder

„Ich mag es, in andere Rollen zu schlüpfen, mal aus der Sicht eines anderen zu denken“ sagt Langl und erzählt, wie ihn als Schüler in Valley ein Spezl einmal zum Chor mitgenommen habe. Auch wenn er nicht gut singen konnte, habe ihm das Spaß gemacht. Noch mehr aber faszinierte ihn das dabei entdeckte Theaterspiel. So entdeckte Korbinian Langl das Schultheater für sich.

An die ersten Weihnachtsstücke erinnert er sich noch gut. Und auch an die Enttäuschung darüber, dass es keine Theaterklasse gab, als er nach Holzkirchen an die Schule wechselte. Vater Oskar Langl jun. fand für den Buben eine hervorragende Alternative, als er Ingrid Huber um Rat fragte. Die empfahl die Theaterkurse für Kinder im Holzkirchner Kulturhaus, bei denen sein Sohn von Anfang an mit Begeisterung dabei war.

Erste Auftritte im Kindertheater

„Das war wirklich schön“, beschreibt der 22-Jährige, wie er vor genau zehn Jahren im Kreise Gleichgesinnter immer tiefer in die Welt des Theaterspielens eintauchte. Unter anderem stand er bei „Momo“ und „Prinzessin Rosenblüte“ auf der Bühne, spielte den Franz aus Christine Nöstlingers „Geschichten vom Franz“ und Jim Knopf. Zuletzt bewies er tierische Verwandlungskünste im Vorweihnachtsstück „Du spinnst wohl!“ und spielte in „Konrad oder das Kind aus der Konservenbüchse“, das im März noch einmal auf die Fools-Bühne kommt.

Auch das Miteinander ist wichtig

Und nun das erste Mal kein Stück für Kinder. „Ich freu mich und bin dankbar, dass ich die Rolle bekommen habe“, sagt Langl, der vor seiner Premiere vor Erwachsenen n den Eindruck hat, dass es für Kinder schwieriger zu spielen sei. Auch wenn die viel Fantasie haben, müsse man es schaffen, so bildlich darzustellen, dass sie sich wirklich etwas vorstellen können. „Da muss man schon mehr dafür tun“, lacht Langl.

Umgekehrt musste er noch nie so viel Text lernen wie diesmal. „Das ist schon ein bissl anders.“ Dazu gehört auch, dass die Schauspieler auch hinter der Bühne mal mit anpacken. Dieses Miteinander ist es aber auch, das ihm so viel Spaß macht. Es sei wie ein Treffen mit Spezln sagt der leidenschaftliche Laiendarsteller, der im bürgerlichen Leben als Orthopädieschuhmacher arbeitet und gerade diese Kombination schätzt. Dieses Theaterspielen aus reiner Freude, ohne im Hinterkopf Existenzängste haben zu müssen.

Premiere von „Drei Männer im Schnee“

„Wir müssen nicht, wir dürfen“, sagt er und schiebt hinterher, dass er es aus Neugier schon spannend fände, einmal für ein Jahr das Schauspielerleben auszuprobieren. Doch ob das dauerhaft etwas für ihn wäre bezweifelt er. Jetzt freut er sich auf die „Drei Männer im Schnee“, die das Fools Ensemble im Freien Landestheater Bayern 2020 schon im Programm hatte, ehe nach einigen Vorstellungen Corona dazwischen kam. Der damalige Portier Polter steht nicht mehr zur Verfügung. Für ihn übernimmt Korbinian Langl.

Premiere

von Erich Kästners Verwechslungskomödie „Drei Männer im Schnee“ ist am Samstag, 4. Februar, um 20 Uhr. Weitere Vorstellungen gibt es am Samstag, 11.2. (20 Uhr), Sonntag, 12.2. (18 Uhr), Freitag, 17.2. (20 Uhr) und Sonntag, 5.3. (18 Uhr). Karten zum Preis von 16 Euro (ermäßigt 14 Euro, Jugendliche bis 18 Jahre 10 Euro, Kinder bis zwölf Jahre 8 Euro) gibt es online (www.kultur-im-ober braeu.de), telefonisch (08024/478505) sowie an der Theaterkasse.

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