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Hatte richtig Pech: Karl Bär, Grünen-Direktkandidat im Wahlkreis Tölz-Wolfratshausen-Miesbach.

Grünen-Direktkandidat scheitert tragisch

Wahnsinnig erfolgreich - und doch ohne Mandat: Das Pech des Herrn Bär

Als einziger Grünen-Direktkandidat in Bayern schafft es Karl Bär auf Platz zwei hinter die CSU - ein toller Sieg - und genauso tragisch. Wegen eines Münzwurfs geht er trotzdem leer aus.

Holzkirchen – Das nennt man wohl wiederholtes Pech im politischen Spiel. Der Holzkirchner Grüne Karl Bär (hier alle Infos zu seiner Person sowie ein Video-Interview) hat einen erfolgreichen Wahlkampf bestritten, das Bundestagsmandat aber quasi vorab per Münzwurf verloren. Elf bayerische Grüne ziehen ins Parlament ein, über den männlich besetzten Platz zehn entschied bei der Nominierung der Grünen-Landesliste das Losverfahren – wegen Stimmengleichheit. Der Regensburger Stefan Schmidt hatte Glück, Bär landete auf Platz zwölf. Hätte der Kreisverband Miesbach zum Stichtag nur drei Mitglieder mehr gehabt – er hätte bei der Nominierungsversammlung eine weitere Stimme mehr gehabt. Klar wer die bekommen hätte. 

Das verpasste Mandat wäre wohl einfacher zu ertragen, wäre da nicht folgendes: Bär ist es als einzigem Grünen-Direktkandidaten in Bayern gelungen, hinter dem CSU-Gewinner auf Platz zwei zu landen. Das hat ein paar Kilometer weiter von Holzkirchen – in Sauerlach (Landkreis München) – nicht einmal Grünen-Fraktions-Chef Toni Hofreiter hingebracht. Und Bär selbst? Der Mitarbeiter der Umweltinstituts München trägt’s mit wissenschaftlicher Gelassenheit: „Das ist nun mal so. Was nützt es mir, wenn ich mich jetzt ärgere?“ 

dak

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