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„Es war ’ne coole Zeit“: Die Entlassfeier der Oberland Realschule fand wegen eines Wasserschadens im eigenen Haus in der Aula von FOS und Gymnasium statt. Am Mikrofon steht Elternbeiratsvorsitzende Martina Koll. 

Auswärtsspiel mit Heimatgefühlen:

Das war die Abschlussfeier der Realschule Holzkirchen

Die Oberland Realschule feierte ihre Absolventen in der Aula von Gymnasium und FOS. Wir waren bei der Abschlussfeier dabei. Und hatten richtig Spaß.

Holzkirchen – In gelöster Atmosphäre und mit kurzweiligem Rahmenprogramm wurden den Absolventen der Oberland Realschule in Holzkirchen die Zeugnisse verliehen. Die waren mit einem Gesamtdurchschnitt von 2,74 und einem Schulrekord von 22 Mal der Eins vor dem Komma ausgesprochen gut ausgefallen. Keiner muss eine Ehrenrunde drehen. Nur einer muss im September nachsitzen, weil er an zwei Prüfungsterminen krank war. „Aber ich bin mir sicher, das läuft gut“, sagte Schulleiter Joachim Fischer. Sein besonderer Dank galt den Gastgebern von Gymnasium und FOS galt, „die uns heute ihr Stadion überlassen und von Anfang an das Gefühl gegeben haben, dass es nur auf dem Papier ein Auswärtsspiel ist“. Wie berichtet, hatte ein Wasserschaden die Turnhalle von Realschule und Qurin-Regler-Grundschule unnutzbar gemacht.

In Zeiten von U21-Europameisterschaft, Confed-Cup und Frauen-WM zog Fischer, selbst leidgeprüfter Löwen-Anhänger und weniger leidgeprüfter Spielervater, Parallelen zwischen dem aktuellen Abschlussjahrgang und der Deutschen liebstem Sport. Von der Qualifikation bis zum Finale, bei dem es am Ende nur darauf ankomme, den Ball ins Tor zu befördern. Zuletzt rang Cheftrainer Fischer seiner scheidenden Mannschaft das Versprechen ab, sich nicht aus der Spur bringen zu lassen und sich für fairen Umgang und Teamgeist stark zu machen. „Seid nicht immer nur Einzelkämpfer und gönnt auch anderen Erfolge.“ Fehler und Niederlagen ließen nicht nur Fußballer stark werden und Stück für Stück zu Persönlichkeiten reifen.

Holzkirchens Bürgermeister Olaf von Löwis hatte den kulturellen Aspekt im Hinterkopf, als er die Bühne betrat. Er komme gern, weil es jedes Jahr ein tolles Kulturprogramm gebe. Und das ohne Eintritt. Neben verschiedenen musikalischen Darbietungen begeisterte vor allem „Stundenwechsel“, das neueste Werk der von Sebastian Wanninger geleiteten Filmgruppe. Witzig, pointiert und hoch professionell zeigt er, dass sich täuscht, „wer glaubt, dass die wahren Gefahren der Schule im Unterricht lauern.“ Auf einen aktuellen Artikel über erfolgreiche Demenz-Vorbeugung durch geistige Anstrengung anspielend, hob Löwis hervor, wie viel die Absolventen in den zurückliegenden Monaten diesbezüglich getan hätten. Otterfings Vize-Bürgermeisterin Ulrike Stockmeier, selbst lange Jahre Leiterin an der Holzkirchner Grundschule, empfahl noch eine weitere Demenz-Prophylaxe: „Feiert, feiert, feiert!“ Einen Aspekt, den auch die Bürgermeister Andreas Hallmannsecker (Valley) und Klaus Thurnhuber (Warngau) den jungen Leuten nahe legten.

Umgekehrt gab’s auch Ratschläge für die Lehrer: „Einfach so weitermachen, dann läuft alles gut“, sagte Schülersprecher Mathias Siegl, der zusammen mit Selina Fischer den Rückblick aus Sicht der Schüler formulierte. Bevor er Toni Wiedl für dessen Vortrag der bayrischen Variante von David und Goliath den Platz auf der Bühne überließ, resümierte er: „Es war ’ne coole Zeit!“

Heidi Siefert

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