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Großputz: Mitarbeiter Dennis Penalva reinigt das 25-Meter-Becken im Batusa Holzkirchen. Das Wasser soll nächste Woche wieder reinkommen. Ab 29. Juni dürfen auch Frühschwimmer ihre Bahnen ziehen. 

Am 29. Juni startet der Betrieb wieder

Wasser marsch: Batusa kann wieder öffnen

  • Marlene Kadach
    vonMarlene Kadach
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Das Batusa in Holzkirchen öffnet nach der Corona-Zwangspause wieder am 29. Juni.  Geht alles gut, bleibt das Hallenbad den Sommer über offen.

Holzkirchen – Die Nachricht kam überraschend. Doch Martha Huber fällt ein Stein vom Herzen. Immer wieder haben die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen aus dem Schwimmverein Grün-Weiß (SV GW) Holzkirchen ihre Vorsitzende gefragt, wann sie wieder ins Wasser dürfen. „Auch die Wettkampf-Mannschaft schart mit den Füßen“, sagt Huber. „Das Training fehlt ihnen sehr.“ Die Großen haben sich mit Trockentraining und einigen Runden im Kirchsee fit gehalten. Jetzt gibt es endlich eine Perspektive: „Ich freue mich riesig, dass wir wieder ins Hallenbad dürfen.“

Denn am Montag, 29. Juni, darf das Batusa in Holzkirchen nach der Corona-Zwangspause wieder öffnen. Das teilt Albert Götz, Geschäftsführer der Gemeindewerke Holzkirchen, die für das Batusa zuständig sind, mit. Seit Mitte März waren die Türen zu. Diese könnte das Batusa-Team theoretisch schon am 22. Juni aufsperren – gemäß der Lockerung für Hallenbäder, die die Bayerische Staatsregierung am Dienstag bekannt gab. Doch das ist für das Holzkirchner Bad doch etwas zu kurzfristig – denn es gibt noch viel zu tun. Und im Moment ist nichtmal Wasser im Becken.

„Wir machen gerade noch abschließende Reinigungen“, erklärt Götz. „Nächste Woche kommt das Wasser wieder rein.“ Rund 1500 Kubikmeter, wie Götz berechnet. Dann geht auch die Chlorgasanlage in Betrieb. Danach dauere es noch ein paar Tage, das Wasser in dem 25-Meter-Becken gut aufzuwärmen.

Die Gemeindewerke haben die Zwangspause für Wartungsarbeiten genutzt. Filter wurden eingesetzt, Rohrleitungen inspiziert, Fugen gereinigt. Solche Sache. Und so hat das Kommunalunternehmen die alljährliche Revision, die sonst im August ansteht, vorgezogen. Aus diesem Grund bleibt das Hallenbad heuer den Sommer über geöffnet – ein Novum. Vorausgesetzt, dass die Infektionszahlen mitspielen, betont Gemeindewerke-Chef Götz.

Inwieweit das Batusa durch die lange Schließung finanzielle Einbußen verzeichnet, sei im Moment noch nicht absehbar, meint Götz. Die Rechnung ist nicht ganz leicht. Zu Beginn der Zwangspause hatten die Gemeindewerke schnell reagiert: „Wir haben damals gleich das Wasser rausgelassen.“ Daher fielen eigentlich keine Betriebskosten an. „Aber Einnahmen hatten wir in der Zeit natürlich auch nicht.“ Dennoch liefen Personalkosten normal weiter, in Kurzarbeit musste keiner. Dafür haben die Angestellten viel Urlaub und Überstunden abgebaut.

Für den Neustart haben die Verantwortlichen nun einen Plan entworfen, wie man die Besucherströme abwickelt. Zum Beispiel gibt es laut Götz eine Einbahnregelung im Gebäude. Maximal dürfen 50 Badegäste rein. Normalerweise haben weit über 100 Personen Platz. Der Zutritt wird über Drehkreuze geregelt. Eine Reservierung ist vorerst nicht nötig. Die Mindestabstände von 1,50 Meter gelten auch im Wasser. „Die Besucher zahlen mit Maske an der Kasse“, erklärt Götz. Und erst in der Umkleide sollen sie den Schutz abnehmen. Danach dürfen sie sich ohne Maske im Bad bewegen und müssen sie erst wieder beim Verlassen aufsetzen. Haartrockner dürfen nicht benutzt werden. „Weil sie aus unserer Sicht richtige Schleudern für Viren und Bakterien sind.“ Dank der Belüftungsanlage gelange viel frische Außenluft ins Hallenbad. „Der Hygienefaktor ist hoch.“ Das Sprungbrett dürfen Besucher nutzen. Spielenachmittage für Kinder, und andere Aktionen mit engem Kontakt, entfallen bis auf Weiteres.

„Die Schwimmvereine planen wir fest ein“, betont Götz. Die Details für die Trainingskapazitäten bespricht zum Beispiel Huber vom SV GW gerade mit den Bademeistern. Mit den Schulen rechnet Götz nicht so bald. Gespräche stehen aus. Fest steht: Am Tag des Neustarts dürfen die Frühschwimmer ab 7 Uhr ihre Bahnen ziehen. Die genauen Öffnungszeiten teilt das Batusa kurzfristig mit. Man müsse das Personal verstärken und schauen, was möglich ist. Alles hänge natürlich von den Infektionszahlen ab. „Aber auch vom Verhalten der Leute“, betont Götz. Die Cafeteria des Hallenbads öffnet bereits am Montag, 22. Juni.

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