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Alle Wünsche erfüllt: Rektorin Mona Fottner (r.) und Stellvertreterin Cornelia Wolf sind hochzufrieden mit der renovierten Grundschule. Auch eine Aula (im Bild) haben sie bekommen.

Baumgartenstraße

Wieder daheim: Grundschule startet im sanierten Bau 

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Holzkirchen - Eine Aula, ein eigenes Reich für Ganztagesklassen und ein sicheres, geschlossenes Schulhaus. Rektorin Mona Fottner ist rundum zufrieden mit dem sanierten Gebäude der Grundschule in der Baumgartenstraße. Pünktlich zum Schulbeginn startet dort der Unterricht.

Zwei Jahre harrte die Grundschule 1 in Räumen des Staatlichen Gymnasiums aus. Dort war Platz, weil die neue Einrichtung erst 2019 alle Jahrgangsstufen vorhält. Man habe sich zwar gut vertragen, meint Rektorin Mona Fottner. „Aber es war schon sehr beengt.“ Fortan haben Lehrer und Schüler ausreichend Platz. Denn die Zeit im Provisorium ist vorüber.

Pünktlich zum Schulbeginn startet die Grundschule 1 in ihren alten, aber sanierten Räumen an der Baumgartenstraße in Holzkirchen. „Wir sind froh, dass die Baustelle bis auf ein paar Kleinigkeiten abgeschlossen ist“, sagt Zweite Bürgermeisterin Elisabeth Dasch (SPD). Fottner zufolge zählt die Einrichtung im neuen Schuljahr circa 280 Schüler, also in etwa so viel wie im Vorjahr. Diese werden von gut 30 Lehrkräften betreut.

Wie berichtet, wurde der Osttrakt der Schulgebäude an der Baumgartenstraße saniert, umgebaut und um einen Anbau erweitert, um modernen Schulformen wie Ganztagesklassen oder Inklusion Raum zu geben. Die Kosten liegen bei sieben Millionen Euro. Zwischendrin sorgte ein Baustopp für Wirbel, nachdem im Herbst 2014 bei der Sanierung Schadstoffe zutage getreten waren. Den Zeitplan wirbelte die Schadstoffsanierung allerdings nicht wesentlich durcheinander. Wie hoch die Kosten speziell dafür waren, ist noch nicht abschließend geklärt.

Laut Fottner startete der Umzug noch in der letzten Woche vor den Sommerferien. „Es ist alles sehr gut gelaufen“, sagt sie. Der Hausmeister habe sich engagiert, und die Gemeinde ein ordentliches Umzugsunternehmen organisiert. Dennoch: „Es war schon viel Arbeit.“ Das meiste sei erledigt, die Lehrer müssten aber beispielsweise noch Kisten für den Materialraum auspacken.

„Die Sanierung ist sehr gut gelungen“, findet Fottner. Die Architekten hätten die Wünsche der Schule durchaus ernst genommen. Dazu gehört etwa eine Aula im Anbau, die im alten Zustand fehlte. „Außerdem haben wir jetzt ein geschlossenes Schulhaus“, erklärt Fottner. Das sei aus Sicherheitsgründen begrüßenswert. Früher sei das Gebäude mit dem Pavillon der Mittelschule verbunden gewesen. Jetzt ist der Verwaltungstrakt im Erdgeschoss untergebracht, das Sekretariat liegt direkt am Haupteingang. Die Sekretärinnen können also durchs Fenster sehen, wer rein und raus will. Im zweiten Stock kommen die Ganztagesklassen unter. „Die haben dort oben jetzt ein eigenes Reich.“ Schließlich bleiben deren Schüler am längsten in der Schule, montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr. Für jede Jahrgangsstufe gibt es eine gebundene Ganztagesklasse. Neben dem normalen Stundenplan wartet die Schule hier ein zusätzliches Programm mit Schach, Sport oder Kunst auf.

Im Altbau konnten die alten Klassenzimmer glücklicherweise erhalten bleiben. Sie seien größer als die, die heutzutage gebaut werden. Weitere Klassenzimmer gibt es im neuen Anbau, wo sich auch die Aula befindet. „Wir haben uns Differenzierungsräume gewünscht“, sagt die Schulleiterin. Dort werden schwächere Schüler in Kleingruppen gefördert. Außerdem begleiten fortan Beamer und Dokumentenkamera den Unterricht. „Und wir haben einen Computerraum.“ Die Klassenzimmer seien alle sehr schön hell, mit neuen Fenstern ausgestattet; die Stockwerke farblich markiert.

Grund zur Freude gibt es genug. Eine Einweihungsfeier soll aber erst etwas später steigen. Momentan sei noch so viel zu tun. „Wir müssen erst mal richtig ankommen“, erklärt Fottner. Danach ist Zeit zum Feiern.

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