Wiedereröffnung: Mäßiger Andrang in Garten- und Baumärkten
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Maria Häusler befüllt im Raiffeisen Bau- und Warencenter in Warnagu die Gartenwand für die Kunden. 

Nach Coronapause

Wiedereröffnung: Mäßiger Andrang in Garten- und Baumärkten

  • Marlene Kadach
    vonMarlene Kadach
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Wiedereröffnung nach Coronapause: Der Andrang in den Garten- und Baumärkten im Landkreisnorden hält sich in Grenzen. 

Holzkirchen/ Warngau – Maria Häusler, Mitarbeiterin im Raiffeisen Bau- und Warencenter Warngau, ist ganz ehrlich: „Der Andrang war deutlich größer, aber er hat sich in Grenzen gehalten“, sagt sie. Maximal vier Personen standen in der Warteschlange. „Wir hatten mehr erwartet.“ Seit dem gestrigen Montag dürfen Gärtnereien und Baumärkte in Bayern wieder geöffnet haben – und auch in Warngau läuft nun weitgehend der normale Betrieb, der auch Gartenartikel umfasst.

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Wiedereröffnung: Mäßiger Andrang in Garten- und Baumärkten

Während der durch Corona bedingten Zwangspause durften Kunden mit gewerblichen Anliegen trotzdem ins Raiffeisen Bau- und Warencenter kommen. Also zum Beispiel Landwirte, die Futtermittel oder Saatgut kaufen mussten. „Es konnte aber immer nur eine Person auf einmal rein“, berichtet Häusler. Das soll erst mal so bleiben. Stetig verkauft wurden außerdem Lebensmittel und Getränke für alle Kunden, auch die Poststelle war stets geöffnet. Sehr gut angenommen wurde der ausgebaute Lieferservice, der beibehalten wird. Eine Woche lang verteilen Häusler und ihre Kollegen kostenlosen Mundschutz an Kunden. 

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Der Andrang im Hagebaumarkt Holzkirchen war hingegen stärker zu spüren. „Das waren Samstagsverhältnisse“, sagt Filialleiter Alexander Kurzmann. Besonders stürmten die Kunden zu den Gartenprodukten: So luden sich die meisten Erde oder Pflanzen in den Einkaufswagen. „Die brauchen wohl eine Beschäftigung.“ Wie den heimischen Garten aufzuhübschen.

Insgesamt ist Kurzmann „auf alle Fälle froh“, dass sein Hagebaumarkt wieder geöffnet haben darf. Dass sein Geschäft die durch Corona eingebüßten Umsätze wieder reinholt, hält er aber für „unrealistisch“. Der Hagebaumarkt musste ferner „leider Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken“.

Vor der Tür hat Kurzmann nun Securitys platziert, die er kurzfristig anheuerte. Diese passen auf, dass nicht zu viele Kunden auf einmal reingehen. Dabei gilt: „Eine Person pro 20 Quadratmeter“, erklärt er. Die Einkaufswagen seien genau auf diese Zahl abgestimmt. „Sobald sie weg sind, müssen Kunden draußen warten.“ Bislang hätte sich noch keine längere Schlange gebildet. Die Mitarbeiter tragen hier alle eine Maske sowie Handschuhe. Am Eingang desinfizieren die Securitys jeden Einkaufswagengriff. Und sie stellen den Kunden Desinfektionsmittel bereit. „Wir empfehlen allen Masken.“

Auch der Gartenhof in Holzkirchen öffnete wieder, mit der normalen Besetzung an Angestellten. „Es war sehr verhalten, noch nicht so der große Run“, berichtet Mitarbeiterin Alexandra Kral. Insgesamt – unabhängig von Corona – befinde man sich in einer eher ruhigeren Phase. „Vom Übergang von den Frühlings- zu den Sommerblumen.“ Im Moment konzentrieren sich die Kunden auf Beetprodukte wie Kräuter oder Balkonpflanzen wie Geranien. Erst ab Ende April ziehe das Geschäft normalerweise erst wieder so richtig an.

„Zur Sicherheit bieten wir Kunden Einmalhandschuhe an“, sagt sie. Die meisten hätten einen Mundschutz dabei. Für die Mitarbeiter ist beides Pflicht. „Wir wollen ja auch selbst gesund bleiben“, sagt sie. Da der Gartenhof über ein großes Gelände verfüge, entzerre sich der Kundenstrom gut. Die Leute verhielten sich besonnen. Trotz Kurzarbeit sind Kral und ihre Kollegen froh, dass der Gartenhof wieder geöffnet hat. „Wir machen unsere Arbeit gerne.“

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