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Grenzüberschreitende Zusammenarbeit: Polizeipräsident Robert Kopp (r.) und APS-Chef Michael Janski (l.) mit den zwei Kollegen aus Südtirol. 

Wiesn-Kontrollen der Autobahnpolizei

Guter Riecher: Polizeipräsident persönlich schnappt den größten Trunkenbold

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1300 Autofahrer kontrollierte die Autobahnpolizei Holzkirchen bei zwei großen Wiesn-Kontrollen - mit Unterstützung aus Italien. Den größten Trunkenbold zog der Polizeipräsident persönlich aus dem Verkehr.  

Holzkirchen – Den größten Sünder zog der Chef persönlich aus dem Verkehr. Polizeipräsident Robert Kopp hatte am 29. September vorbeigeschaut, als die Autobahnpolizei (APS) Holzkirchen in der Neubiberger Röhre eine von zwei großen Wiesn-Kontrollen durchführte.

Als Kopp sah, wie ein offenbar betrunkener Münchner (27) anhielt, überprüfte er selbst den Mann, an der Seite einer Beamtin. Ein Volltreffer: Der Mann hatte zwei Promille intus und war ohne Führerschein unterwegs.

Der Zufall wollte es, dass Kopp den einzigen Autofahrer herausfischte, der während der stationären Kontrollen am 29. September und 6. Oktober über 1,1 Promille hatte, was als Straftat gewertet wird. Fünf weitere Fahrer hatten sich ebenfalls nach etlichen Wiesn-Mass ans Steuer gesetzt, blieben aber in Bereich der Ordnungswidrigkeit (unter 1,1 Promille).

„Sechs Alkoholfahrten sind sechs zu viel“, sagt APS-Chef Michael Janski. Auffällig war allerdings auch, dass die allermeisten Wiesnbesucher wissen, was sich gehört. Rund 1300 Autofahrer durchfuhren die Kontrollstellen, davon waren nur sechs alkoholisiert, einer hatte andere Rauschmittel konsumiert.

„Die langjährigen, strengen Kontrollen der APS zeigen offenbar Wirkung“, freut sich Janski. Geholfen habe auch der Gesetzgeber, sagt Janski, nicht zuletzt durch Einführung der Alkohol-Nulltoleranz bei Fahranfängern. „Und ich glaube, dass der Verlust des Führerscheins heute viel schwerer wiegt als noch vor 20 Jahren.“

Erstmals nach vielen Jahren waren heuer wieder jeweils zwei Kollegen der italienischen Polizia Stradale über den Brenner gekommen, um bei den beiden Großkontrollen ein besonderes Auge auf ihre Landsleute zu werfen. „Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist ein wichtiger Baustein für erfolgreiche Polizeiarbeit“, sagte der Polizeipräsident.

Das Gros der italienischen Wiesnbesucher kommt laut Janski nicht mehr mit dem Wohnmobil, sondern in voll besetzten Autos, die noch in der Nacht heimwärts fahren. Die Kollegen aus Bozen und Bruneck halfen mit, dass sich die kontrollierten Landsleute nicht zu hitzigen Diskussionen hinreißen ließen.

Weniger diszipliniert als beim Alkohol zeigten sich Autofahrer bei der Geschwindigkeit. Bei einer nächtlichen Kontrolle am 29. September im Lärmschutzgebiet (22 bis 6 Uhr) am Autobahnbeginn wurden 1314 Fahrzeuge gemessen. 176 waren über 16 km/h schneller als die erlaubten 80 km/h.

Ein BMW-Fahrer aus München wurde mit 178 km/h geblitzt. Die Konsequenz: Drei Monate ohne Führerschein, mindestens 500 Euro Strafe und drei Punkte. „Die vergleichsweise vielen Temposünder zeugen davon, dass die Aufmerksamkeit für diese Tempobeschränkung wohl nachgelassen hat“, sagt Janski.

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