Einblicke in die Arbeitswelt der Zukunft: Kay Mantzel (l.) hielt seinen Vortrag in den Coworking-Räumen (Atelier) an der Erlkamer Straße zweimal, damit die Corona-Abstände immer eingehalten werden konnten.
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Einblicke in die Arbeitswelt der Zukunft: Kay Mantzel (l.) hielt seinen Vortrag in den Coworking-Räumen (Atelier) an der Erlkamer Straße zweimal, damit die Corona-Abstände immer eingehalten werden konnten.

Vortrag im Co-Working-Atelier in Holzkirchen

Willkommen in New Work: Wie sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus?

Corona krempelt die Arbeitswelt um. Meetings finden digital statt, es wird viel daheim gearbeitet. Aber ist das Homeoffice immer die richtige Lösung? Dem ging ein Vortrag in Holzkirchen nach.

Wer nicht ganz auf ein Arbeitsumfeld verzichten möchte, kann sich spontan einen Arbeitsplatz in einem der Coworking-Spaces im Landkreis mieten. In Holzkirchen (Erlkamer Straße) eröffneten Susanne und Dirk Schulze-Bahr im Februar dieses Jahres „Das Atelier – Coworking“. 15 der 30 Arbeitsplätze sind bereits vermietet. Jetzt fand gemeinsam mit dem Team von „Servus Zukunft“ ein Abend zum Thema „New Work – der Arbeitsplatz der Zukunft“ statt. Es wurde ein reger Austausch. Man hatte den Eindruck, viele waren froh, wieder miteinander ins Gespräch kommen zu können. Die Corona-Auflagen waren bei 50 Besuchern auf 400 Quadratmeter erfüllt.

Holzkirchens Bürgermeister Christoph Schmid betonte in seinem Grußwort, dass er sich bei jeder Fahrt durch Dürnbach, wo es die „Coworkerei“ schon länger gibt, immer gedacht habe, das sei auch etwas für Holzkirchen. „Umso mehr habe ich mich gefreut, dass wir jetzt endlich auch ein solches Konzept am Ort haben.“ Er selbst war noch vor seiner Bürgermeisterzeit vom Homeoffice gebeutelt. „Am Küchentisch, auf fragwürdigen Sitzgelegenheiten, hat mein Rücken gelitten. Hier sind alle Arbeitsplätze ergonomisch, und man kann sich austauschen. Das gefällt mir“, so der Bürgermeister.

Wie Atelier-Betreiber Susanne und Dirk Schulze-Bahr erklärten, ist die Hälfte der Holzkirchner Coworking-Plätze bereits belegt. Auch etliche Meetings finden in den Räumlichkeiten statt.

Arbeit wird in vielen Berufen immer ortsungebundener

„New Work – Der Arbeitsplatz der Zukunft“, so hatte Kay Mantzel seinen Vortrag übertitelt. Niemand benötige mehr einen festen, an einen Ort gebundenen Arbeitsplatz, so seine These. Vor allem Selbstständige und Startups nutzen mehr und mehr Coworking-Arbeitsplätze. Mantzel, als Experience Lead bei Microsoft Deutschland unter Vertrag, erklärte, dass es immer weniger herkömmliche Arbeitsplätze geben werde. „Ob über eine Cloud daheim oder in einem Coworking-Space – Arbeit wird immer ortsunabhängiger“, sagte Mantzel. Diese „New Work“-Arbeitsplätze werden nach seiner Überzeugung nicht nur in Metropolen, sondern auch in deren Speckgürteln wachsen. „Es bedarf eines Dreiklangs aus Technologie, Raum und Mensch“, so Mantzel weiter. Im Mittelpunkt stehe seiner Meinung nach aber immer der Mensch. Er hielt den Vortrag coronabedingt zwei Mal, um den Sicherheitsabstand der Teilnehmer zu gewähren.

Die Veranstalter waren rundum zufrieden mit ihrem ersten Event in Corona-Zeiten. „Man merkt, dass die Menschen den Austausch vermisst haben und den heutigen Abend in vollen Zügen genutzt haben, um sich zu vernetzen, aber auch um miteinander zu reden“, so Susanne Schulze-Bahr.

Kathrin Suda

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