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Christkindlmarkt auf dem Marktplatz

3200 Besucher lassen sich verzaubern

Das Thermometer pendelte um den Gefrierpunkt, Bäume und Buden auf dem Marktplatz waren leicht verschneit: Beim Holzkirchner Winterzauber passte die Kulisse. 3200 Besucher genossen die Atmosphäre, lauschten Engelsstimmen und wärmten sich an der Schneebar.

Holzkirchen – Der zauberhafte Budenzauber, der heuer zum 9. Mal den Ortskern bevölkerte, wartete in diesem Jahr mit einer Besonderheit auf: Die große Schneebar war ein magischer Anziehungspunkt. Der „Schnee“ kam aus dem Eisstadion, das abgekratzte Eis diente als Baumaterial. „Die Feuerwehr hat den Schnee dann für uns bewässert“, freute sich Barbetreiber Wolfgang Sappl, „die Bar ist bretthart. Das wird noch lustig beim Abbauen.“

Wie gewohnt verwandelte sich am Samstag die Innere Münchner Straße bis zum Oskar-von-Miller-Platz in eine motorfreie Flanierzone. Das Gedränge war so groß, dass es oft kaum ein Durchkommen gab. Nahezu alle Einzelhändler beteiligen sich.

Bei der Parfümerie Wiedemann sorgte eine Vier-Mann-Band für weihnachtliche Gefühle. Weinhändler Hans Priller hat seine Aktivität in diesem Jahr in den Laden verlegt. Eine gute Idee. „Es ist sehr kalt da draußen, hier drin können sich Besucher bei einem heißen Aperol Spritz oder einem Bambardino aufwärmen“, berichtete Anita Priller.

Bezaubernd waren die Chorgesänge auf der Marktplatzbühne. Als der Cantica Nova Kinderchor das besinnliche „Gloria in excelsis“ anstimmte, drängten sich bald 100 Menschen vor der Bühne und bestaunten den süßen Chornachwuchs.

Der Marktplatz bot eine Vielfalt an Buden. Wer noch Geschenke suchte, konnte zwischen Mützen, Socken, Kerzen, Filztaschen und Weihnachtskugeln wählen. Am großen Wagen der Familie Langl gab es wieder jede Menge selbst gebaute Krippen zu bestaunen. „Für uns ist das ein Heimspiel“, lachte Oskar Langl, der in Sollach zuhause ist. „wir haben viele Stammkunden, die ganz gezielt kommen, weil sie eine bestimmte Krippenfigur benötigen.“

Kulinarisch blieben keine Wünsche unerfüllt. Pizza, Rauchspeckzipfel, Waffeln, Gulaschsuppe, Heimatbürger, Sandwiches und Suppen wurde in rauen Mengen verzehrt. „Der Markt ist noch gut überschaubar, man kann herrlich flanieren, Geschenke besorgen und bei einem Glühwein ratschen“, fand Dirk Oberknapp aus Holzkirchen.

Für die Kleinsten tuckerte die traditionelle Eisenbahn vom Fools-Theater unermüdlich und stets voll besetzt im Kreis herum. Die Kinder lachten und johlten vor Freude. Im Märchenzelt erzählten Harry Oriold und Agnes Kraus schöne Weihnachtsgeschichten. Am Stand des Kindergartens Frühlingsdorf durften die Kinder Lebkuchen verzieren. „Das macht den Kindern jedes Jahr wieder Spaß“, sagte Jens Seebrück, der mit seinen Kindern Anna und Max unterwegs war.

Am Sonntag überließ man die Münchner Straße wieder den Autos, der Markt verlagerte sich auf den Herdergarten-Parkplatz. Dort boten Fieranten ihre Waren an. Bei Schneefall genossen die Besucher das vielfältige Angebot.

Der Winterzauber ist aus Holzkirchen nicht mehr wegzudenken und hat sein spezielles Format gefunden. Dieses Jahr spielte auch das Wetter mit, bei Schneefall und kalten Temperaturen schmeckt der Glühwein einfach noch ein wenig besser. Feuerschalen und die weihnachtliche Beleuchtung, erst jüngst angeschafft, rundeten das Erlebnis ab. Jetzt kann Weihnachten kommen.

Kathrin Suda

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