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Ein Architektenwettbewerb soll entscheiden, was mit den maroden Wohnblöcken passiert.

Gemeindliche Wohnungen in Baumgartenstraße

Wohnblöcke: Mieterhöhung nach Sanierung?

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Die Marktgemeinde packt die maroden Wohnblöcke an der Baumgartenstraße an. Danach sind Mieterhöhungen denkbar. 

Holzkirchen – Sie stammen aus den 1960er Jahren und brauchen dringend eine Frischekur: Fünf Geschosswohnungsbauten an der Baumgartenstraße 23 bis 29a in Holzkirchen will die Marktgemeinde auf Vordermann bringen. „Das ist das nächste Wohnbauprojekt, das wir planungstechnisch in Angriff nehmen“, erklärt Robert Haunschild, Geschäftsleiter im Rathaus. Und zwar im Rahmen eines kommunalen Wohnraumförderprogramms des Freistaats, bei dem Zuschüsse in Höhe von 30 Prozent der Gesamtkosten winken.

Dem Markt gehören in dem Bereich sechs Grundstücke mit einer Gesamtfläche von rund 8490 Quadratmetern. Dort stehen aktuell fünf Geschosswohnungsbauten mit rund 50 gemeindlichen Wohnungen, die eine durchschnittliche Wohnfläche von 70 Quadratmetern aufweisen und die die Kommune zur Miete vergeben hat.

Konkrete Pläne für die Veränderungen gibt es noch nicht. Laut Haunschild ist heuer ein Architektenwettbewerb geplant, im Rahmen dessen herauskommen soll, wie man das Areal am besten entwickeln und verbessern kann. Und ob einzelne beziehungsweise alle Gebäude abgerissen und neu gebaut oder lediglich saniert werden sollen. „Wir müssen uns darüber Gedanken machen, was damit passiert“, sagt Haunschild. Die Gemeinde werde auf jeden Fall mit den Bewohnern reden, verspricht er. Und auch Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) sagte kürzlich in der Bürgerversammlung (wir berichteten): „Die Bewohner werden baldmöglichst informiert und mit einbezogen.“

Ursprünglich habe es sich zum Teil um Wohnungen mit Sozialbindung gehandelt, und nur Menschen mit einem Wohnberechtigungsschein aus dem Landratsamt konnten dort wohnen, sagt Haunschild. Im Laufe der Jahre sei die soziale Bindung aber weggefallen. Und auch in Zukunft soll diese keine Rolle mehr spielen: „Wir wollen gemeindlichen Wohnungsbau, keinen sozialen“, betont der Geschäftsleiter.

Natürlich müsse man eine Strategie entwickeln, was mit den Bewohnern während der Bauzeit passiert. Denkbar wäre zum Beispiel ein Zwischengebäude, je nachdem ob ein Abriss oder eine Sanierung ansteht. Die Bewohner könnten dann im Prinzip wieder zurückziehen – allerdings sei mit einer Mieterhöhung zu rechnen, vermutet Haunschild. Trotzdem soll es sich um einen moderaten Mietsatz handeln, der deutlich unter zwölf bis 13 Euro pro Quadratmetern liege.

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