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Ehrungen bei der CSU: Bürgermeister Olaf von Löwis (v.l.), Ortsvorsitzender Bernd Weinmann junior, Fraktionsführer Christoph Schmid und Ehrenvorsitzender Bernd Weinmann senior gratulierten Leonhard Gambs, Erich Küfner, Ludwig Haas, Michael Böhlk-Lankes und Johann Loth.

Ergebnis der Mitgliederbefragung

CSU wünscht sich Südspange

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Holzkirchen - Die Mitgliederbefragung des CSU-Ortsverbands Holzkirchen zeigt deutliche Tendenzen: Die Mehrheit wünscht sich eine Südspange. 

Dass die Holzkirchner CSU für Straßen votiert, damit hat Christoph Schmid gerechnet. „Aber diese Deutlichkeit hat mich überrascht“, sagt der Fraktionsvorsitzende. Auf die Mitgliederumfrage zum Thema Umgehungsstraßen ist Schmid nun auch bei der CSU-Ortsversammlung in der Alten Post in Holzkirchen eingegangen. Diese war laut Ortsvorsitzendem Bernd Weinmann „recht ordentlich besucht“. 

Wie berichtet, hatte die CSU ihren Mitgliedern vorab Fragebögen geschickt. Weil die Abgabefrist erst am morgigen Freitag ende, betont Schmid, dass es sich um ein Zwischenergebnis handelt. Doch belastbare Tendenzen zeichneten sich schon jetzt ab. Bislang ist Schmid zufrieden mit der Beteiligung. „Für diese Art von Umfrage ist eine Rücklaufquote von 30 Prozent nennenswert.“ Insgesamt zähle die CSU 220 Mitglieder. Ziel der Befragung ist es, ein Stimmungsbild einzufangen, bevor sich die CSU offiziell positioniert. 

Über 90 Prozent der Teilnehmenden haben laut Schmid für eine Umgehung für Holzkirchen gestimmt. Diese steht im neuen Entwurf zum Bundesverkehrswegeplan (BVWP) im vordringlichen Bedarf. Rund 76 Prozent waren für eine Umfahrung für Großhartpenning; rund 78 Prozent für eine Trasse bei Kurzenberg. Beide sind im „weiteren Bedarf mit Planungsrecht“ eingeordnet. 

Erstaunt haben Schmid die Antworten auf die Frage, die er „Gewissensfrage“ nennt. Sie lautet: „Wünschen Sie eine südlich geführte Ortsumfahrung von Holzkirchen, auch wenn die Umgehungsstraßen für Großhartpenning und Kurzenberg nicht realisiert werden können?“ Hier haben über 70 Prozent „Ja“ angekreuzt. „Ich hatte mit einem niedrigeren Wert gerechnet.“ 60 Prozent wünschen sich ferner ein Ratsbegehren. Dieses soll nach der Verabschiedung des BVWP dazu dienen, alle Bürger zu den Straßenbauprojekten zu befragen. „Ich nehme für mich mit, dass es eine große Menge an Bürgern gibt, die sich zu dem Thema nicht öffentlich äußern, aber eine klare Meinung haben“, sagt Schmid. 

Zudem blickte Weinmann auf Veranstaltungen im Vorjahr zurück, bei denen die CSU mitwirkte. Zum Beispiel die Diskussionsrunde am 31. März mit Bundestagsvizepräsidenten Johannes Singhammer zum Thema „Was ist sozial in der Politik?“ sowie den Sommerzauber. Auch auf Zuwanderung ging der Ortsvorsitzende ein. Man habe die Sorgen der Bürger an Landtagsabgeordnete Ilse Aigner und Bundestagsabgeordneten Alexander Radwan herangetragen – letzterer konnte wegen eines Unwetters am Münchner Flughafen nicht zur Versammlung kommen. 

Bürgermeister Olaf von Löwis berichtete, dass die Geothermie-Bohrung nun in der wasserführenden Schicht angekommen ist. Wohnungsbau, Verkehrskonzept und Haushalt nahmen ferner großen Raum ein. Anschließend wurden 22 Delegierte und Ersatzdelegierte für die Kreisdelegiertenversammlung gewählt. Zudem ehrte die CSU langjährige Mitglieder.

Ehrungen 

50 Jahre Mitgliedschaft: Peter Hofer, Johann Loth, Otto Kraml; 45 Jahre: Anton Edmeer, Alois Burgmayr, Ludwig Haas sen.; 40 Jahre: Michael Meuer, Joachim Schmitt; 35 Jahre: Erich Küfner, Roland Lenz; 30 Jahre: Michael Böhlk-Lankes; 25 Jahre: Martin Pförtsch, Leonhard Gambs und Helga Hainz.

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