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Die neue Ausbildungsrichtung Internationale Wirtschaft wünscht sich die FOS Holzkirchen einzurichten. 

Kreistag entscheidet am Mittwoch 

Wunsch: Internationale Wirtschaft an FOS

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Die Fachoberschule (FOS) Holzkirchen will ihre Attraktivität stärken und die neue Ausbildungsrichtung Internationale Wirtschaft einführen. Damit beschäftigen sich nun Kreisausschuss und Kreistag.

Josef Schlemmer ist Leiter der FOS. foto: tp

Holzkirchen – Schulleiter Josef Schlemmer will seine Staatliche Fachoberschule (FOS) in Holzkirchen auch in Zukunft attraktiv gestalten. Denn die Konkurrenz in der Nachbarschaft schläft nicht. Angesichts Pläne, eine FOS im südlichen Landkreis München zu errichten, namentlich in Oberhaching, müsse man sich gut aufstellen. „Qualität ist wichtig“, betont Schlemmer.

Deshalb möchte die FOS Holzkirchen die neue Ausbildungsrichtung Internationale Wirtschaft einführen. Mit einem entsprechenden Antrag der Einrichtung beschäftigten sich Kreisausschuss und Kreistag in ihren nächsten Sitzungen am Mittwoch, 18. Oktober. Demnach bittet die Schule den Landkreis, dass er den neuen Zweig für Holzkirchen beim Bayerischen Kultusministerium beantragt.

Der Hintergrund: Mit Beginn des laufenden Schuljahres trat die neue Schulordnung für die Berufliche Oberschule – Fachoberschulen und Berufsoberschulen in Kraft. Mit dieser wurden die neuen Ausbildungsrichtungen Internationale Wirtschaft und Gesundheit bayernweit eingeführt. Der Nachbarlandkreis Bad Tölz-Wolfratshausen plane, den Zweig Gesundheit einzurichten, heißt es in dem Antrag der FOS. In Holzkirchen hingegen – wo bislang die Zweige Technik, Sozialwesen sowie Wirtschaft und Verwaltung existieren – biete sich Internationale Wirtschaft gut an, meint Schlemmer. Unter anderem deswegen, weil die Marktgemeinde ein wachsender Wirtschaftsstandort sei, und es viele, auch international tätige Firmen gebe, wo die Schüler ihre Praktika machen könnten. „Eine hervorragende Möglichkeit, das Bildungsangebot für die Schüler des Landkreises Miesbach qualitativ weiter zu verbessern“, heißt es in dem FOS-Schreiben an den Landkreis.

Die Voraussetzungen für die Einrichtung der neuen Ausbildungsrichtung sind aus Sicht der Schule bis zum kommenden Schuljahr 2018/ 2019 erfüllt. Zum einen die räumlichen. Denn bekanntermaßen zwickt es jetzt schon an der Schule, die erst im Herbst 2014 ihren Betrieb startete. Inzwischen aber habe man die Schülerzahlen in den Eingangsklassen bewusst etwas reduziert, erklärt Schlemmer. Etwa dadurch, dass kein Infomaterial mehr an Münchner Schulen verteilt wurde oder durch den Verzicht eines Tags der offenen Tür. Zudem bildete man durch die rückläufigen Flüchtlingszahlen aktuell keine Berufsintegrationsklasse mehr. Während im Vorjahr insgesamt noch gut 770 Schüler die Einrichtung besuchten, seien es aktuell 702.

Voraussetzung sei ferner, dass der Zweig Internationale Wirtschaft bei der Voreinschreibung Anfang 2018 zweizügig ist, sagt Schlemmer. Angesichts der starken Schülerzahlen bei Wirtschaft und Verwaltung macht er sich aber keine Sorgen, dass sich genug Interessenten finden. Der neue Zweig fördere die Fremdsprachenkompetenz. „Die Schüler könnten die zweite Fremdsprache von der Realschule fortführen“, erklärt Schlemmer. Also zusätzlich zu Englisch auch Französisch oder Spanisch. Die FOS verfüge hierzu über genug Personal, auch, was das Fach Wirtschaft angeht. Ein weiterer Schwerpunkt der neuen Ausbildungsrichtung liege auf dem Bereich Internationale Betriebs- und Volkswirtschaftslehre. Der neue Zweig würde nur geringe zusätzliche Sachkosten verursachen, die Ausstattung sei grundsätzlich vorhanden. Mehrkosten könnten laut Landkreis über das Schulbudget abgedeckt werden.

„Wir hoffen, dass der Landkreis zustimmt“, sagt Schlemmer. Geschieht dies, wolle man Schüler und Eltern noch vor der Einschreibung über Details zur neuen Ausbildungsrichtung informiert.

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