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Zehn Jahre HEP: „Nahe am Idealzustand“
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Breites Sortiment unter einem Dach: Das Holzkirchner Einkaufszentrum HEP hat sich zehn Jahre nach der Eröffnung zu einem festen Anlaufpunkt für Kunden aus der ganzen Region entwickelt.

Corona mit blauem Auge überstanden

Zehn Jahre HEP: „Nahe am Idealzustand“

  • Andreas Höger
    vonAndreas Höger
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Genau zehn Jahre ist es her, als die Einkaufslandschaft Holzkirchens ein großräumiges „Paradies“ dazubekam: Das HEP mit seinen 13 Läden mauserte sich zum Shoppingmagnet.

Holzkirchen Die Party zum Zehnjährigen ist verschoben. Corona war auch hier der Spielverderber. „Schade, aber das holen wir nach“, sagt Rainer Scherbaum. Grund zum Feiern gibt es allemal: Der Investor aus Grünwald darf sich die Hände reiben. Sein „Holzkirchner Einkaufs-Paradies“ funktioniert, die Kassen klingeln, das HEP ist zur regionalen Marke geworden. Bei den Läden gab es kaum Fluktuation, den Zuzug des Sportgeschäfts Berauer Ende 2019 wertet Scherbaum als Königstransfer. „Wir haben gute Mieter, die Läden brummen“, sagt Scherbaum, „das HEP funktioniert sehr nahe am Idealzustand.“

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Zehn Jahre HEP: „Nahe am Idealzustand“

Das Potenzial des Standorts an der Rosenheimer Straße erkannten die Brüder Rainer und Klaus Scherbaum bereits 2006 – trotz der maroden Hallen des Maschinenbauers Deckel und des ungewöhnlichen Grundstück-Zuschnitts: zentrumsnah gelegen, inmitten eines vor Kaufkraft strotzenden Standorts. Scherbaum investierte 23 Millionen Euro, begleitet anfangs von kritischen Stimmen insbesondere von Geschäftsleuten im Zentrum, die eine Verödung des Ortskerns fürchteten.

Am 1. Juli 2010 öffneten sich die Tore. 13 Läden breiten seitdem auf 8000 Quadratmetern ihre Sortimente aus. Als Ankermarkt fungiert ein riesiger Edeka mit 60 000 Artikeln. Filialleiter Alexander Wick beschäftigt 44 Mitarbeiter, insgesamt bietet das Einkaufszentrum über 200 Arbeitsplätze. „Im HEP stimmt die Mischung“, sagt Wick, „wir ergänzen und vertrauen uns.“ Mit entscheidend für den Erfolg, da ist sich Scherbau sicher, sind die 450 überdachten und kostenlosen Parkplätze im Parterre. „Kühl im Sommer, schnee- und eisfrei im Winter“, sagt Scherbaum. Und zuweilen dient die Fläche als ungewöhnliche Feier-Location, etwa fürs Gaufest der Trachtler oder eine Silvesterparty.

Attraktive Parkplätze, lange Öffnungszeiten, viele Shops unter einem Dach – zumal an Wochenenden ist das HEP ein Tummelplatz. Davon profitiert auch der einzige Neuzugang der ersten Dekade: Das Sportgeschäft Berauer übernahm 1000 Quadratmeter des Textilers Vögele. „Neben Stammkunden schaut jetzt auch viel Laufkundschaft herein“, sagt Filialleiter Mike Schleiß. Der mehrwöchige Corona-Shutdown hat den Newcomer besonders getroffen. „Einkaufen mit Maske – da kommt wenig Kauffreude auf.“

Scherbaum hat beim Kampf gegen das Virus alle Register gezogen. Security wachte über die Hygienevorschriften, es gab Desinfektionsspender und sogar Masken für Besucher. Den zur Zwangspause verdonnerten Läden im Non-Food-Bereich, besonders den inhabergeführten, kam der HEP-Betreiber entgegen. „Ich habe einige Mieten gestundet, manche sogar ganz erlassen“, sagt Scherbaum. „Fühlt sich schon an wie eine HEP-Familie“, sagt Hans Fanea, Geschäftsführer des Elektronik-Ladens Expert. Er schöpft wieder Hoffnung. „Die Frequenz besonders an Wochenenden nimmt wieder zu.“ Besonders freut ihn, dass einige Kunden bewusst kamen, um regional einzukaufen. „Diese Solidarität macht Mut.“ Das HEP habe Corona bis dato mit einem blauen Auge überstanden, stellt Scherbaum fest.

Den Erfolg des kleinen Einkaufszentrums führt der Investor auch darauf zurück, dass das HEP zu einem Treffpunkt und Kommunikationsort geworden sei. „Dort trifft man Leute, man tauscht sich aus.“ Dazu ein privater Investor, gute Läden, ein stimmiger Branchenmix. „Ein Gegenentwurf zum Online-Handel, der hier wunderbar funktioniert“, sagt Scherbaum.

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