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Dringend gesucht in Holzkirchen: Wohnraum.

in der Wilhelm-Liebhaber-Straße

Aus zwei mach drei: Gemeinderäte für neues Reihenhaus

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Holzkirchen – Wohnraum ist in Holzkirchen ein knappes und kostspieliges Gut. Daher geht der Trend zur Wohnraumverdichtung. So auch in der Wilhelm-Liebhaber-Straße.

Eine Mitarbeiterin aus dem Bauamt erklärte, dass die erste Änderung des Bebauungsplans im Jahr 2013 in Kraft trat. Damals wurden im nördlichen Geltungsbereich die Voraussetzungen für die Errichtung eines Doppelhauses mit Garagen geschaffen. Im jetzigen Antrag wollte die Grundeigentümerin anstatt dessen einen Dreispänner mit drei Garagen und drei Stellplätzen durchsetzen. Bei der ersten Änderung des Bebauungsplans sei eine Einheimischenbindung gewünscht gewesen. „Unser Vorschlag wäre es, das auf ein Reihenhaus anzupassen“, sagte die Mitarbeiterin.

Herbert Gegenfurtner (CSU) meinte, dass in der heutigen Zeit gegen einen Dreispänner „nichts einzuwenden“ sei. Auch wenn dann auf einem relativ kleinen Grundstück groß gebaut werde. Martina Neldel (Grüne) nickte. „Ich begrüße die Wohnraumverdichtung“, sagte sie. Sie stimme einem Dreispänner zu. Anderer Meinung war da Hubert Müller (FWG). „Mir würde ein Doppelhaus besser gefallen“, sagte er. Dem künftigen Bewohner des Mittelhauses wolle er die Enge ersparen. Er befürchtete ein Konfliktpotenzial. Hier schaltete sich Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) ein. „Das ist ein finanzielles Problem“, meinte er. „Wir wissen, wie hoch die Preise sind.“ Natürlich sei auch ihm bewusst, dass das Mittelhausgrundstück eher einem Handtuch gleiche.

Karl Bär (Grüne) interessierte sich dafür, wie das Einheimischenmodell hier durchgesetzt werde und wie das mit EU-Vorgaben in Einklang zu bringen sei. Die Kriterien würden dementsprechend angepasst, hieß es aus dem Bauamt. Zum Beispiel dürfe ein Käufer 15 Jahre lang nicht mit dem Haus spekulieren, sondern dürfe es erst nach Ablauf dieser Frist frei veräußern. „Wir sind vor der Rechtsprechung geschützt.“

Am Ende stimmte der Bauausschuss mit zwei Gegenstimmen von den Freien Wählern mehrheitlich für die Änderung des Bebauungsplans. Der Plan wird jetzt öffentlich ausgelegt.

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