Jeweils nachts

Zwei Stromausfälle in einer Woche: Das steckt dahinter

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Zweimal innerhalb von einer Woche fiel in Holzkirchen großflächig der Strom aus. Die Ursache ist nun ermittelt und auch Abhilfe ist in Sicht.

Holzkirchen Beide „Blackouts“ ereigneten sich zu nachtschlafender Zeit, wie Albert Götz, Geschäftsführer der Gemeindewerke, auf Anfrage erklärte: Der erste am 19. Oktober, einem Freitag, der zweite eine Woche später am 26. Oktober. Wenn irgend möglich, will Götz noch in diesem Jahr graben lassen und das kaputte Kabel ersetzen.

In der Nacht auf 19. Oktober, gegen 1 Uhr, fiel der Strom erstmals aus. „Der Ausfall dauerte etwa 50 Minuten“, sagt Götz. Zwei Fehler konnten die Techniker auslesen, die Reparatur glückte – zunächst. Fast genau eine Woche später brannte das Erdkabel an anderer Stelle durch, aber ebenfalls im Abschnitt zwischen dem Isartaler Holzhaus und dem Autohaus Fellner. Einige hundert Haushalte, etwa im Bereich Wilhelm-Liebhaber-Straße und Kohlstattstraße und weiter in Richtung Teufelsgraben, waren von 2.30 bis 3 Uhr nachts ohne Strom. „Viele dürften das zu der Uhrzeit gar nicht wirklich bemerkt haben“, sagt Götz, „aber es ist natürlich ärgerlich.“

Das defekte 20 000 Volt-Kabel, das in den 70er Jahren verlegt worden war, ist mittlerweile komplett vom Netz genommen. „Wir haben eine Notschaltung eingerichtet“, sagt Götz. Offenbar funktionierte die Isolierung des Kabels nicht mehr, sodass Feuchtigkeit eindringen konnte. „Das unterirdische Kabel ist ausgebrannt“, vermutet Götz.

Durch die Alternativ-Schaltung fließt aktuell zwar Strom in die Häuser. Doch wohl ist dem Chef der Gemeindewerke nicht dabei, dass es jetzt im Falle eines Falles keine Absicherung mehr gibt. Denn fällt auch dieses Kabel aus, wäre guter Rat teuer. „Deswegen würden wir das defekte Kabel in der Münchner Straße am liebsten heuer noch austauschen“, sagt Götz.

Die Planungen sind bereits angelaufen. Um die nötigen Erdarbeiten in den Gehsteigen abzusichern, müsste die Münchner Straße im fraglichen Bereich wohl halbseitig gesperrt werden. „Wir sind dabei, die entsprechenden Genehmigungen einzuholen“, sagt Gemeindewerke-Chef Götz.

Rubriklistenbild: © dpa / Karl-Josef Hildenbrand

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