Neuer Bauwagen für Waldkindergarten von außen
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Der Wichtelwagen für den Waldkindergarten steht derzeit auf dem Geothermiegelände.

Waldkindergarten Holzkirchen

Zwischenquartier am Geothermieareal: Wichtelwagen wartet auf Einsatz

  • Marlene Kadach
    vonMarlene Kadach
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Der neue „Wichtelwagen“ für den Waldkindergarten Holzkirchen ist fertig. Allerdings steht er derzeit am Geothermiegelände wartet auf seinen Einsatz.

Holzkirchen – Eigentlich gehört der lang ersehnte Neuzugang in den Wald. Aber vorher muss er sich noch durch einen kleinen Behördenwald zwängen. Bis dahin hat er ein Zwischenquartier gefunden: Derzeit steht der neue „Wichtelwagen“ für den Waldkindergarten Holzkirchen auf dem Geothermiegelände in der Alten Au. Und wartet auf seinen Einsatz.

Wie berichtet, hat sich beim Waldkindergarten einiges getan. Die Growwild gUG übernahm 2020 die Trägerschaft. Der einstige Verein, der sich früher um alles kümmerte, tritt seither nur noch als Förderverein auf. Zudem bekommt der Kindergarten einen neuen Bauwagen, als Ersatz für den in die Jahre gekommenen Metallcontainer. Dort sollen bei schlechtem Wetter die zwölf Krippenkinder, genannt „Waldwichtel“, Unterschlupf finden. Die Marktgemeinde bezahlt hierfür 75 000 Euro. Kleinere Restkosten, etwa für eine Heizung, übernimmt laut Verena Heiler-Loth, Vorsitzende des Fördervereins, der Kindergarten selbst. „Wir haben einen finanziellen Puffer“, erklärt sie. Der Preis für den Wichtelwagen – der auf den ersten Blick hoch erscheint – liege im Normalbereich für Bauwägen in Kinderbetreuungseinrichtungen.

Einblick in den Wichtelwagen: Die Bänke sind schon eingebaut, eine Treppe führt auf eine kleine Galerie.

Ein Schreiner aus Otterfing fertigte den circa zehn auf drei Meter großen Bauwagen aus Holz an. Es gibt einen Raum mit eingebauten Bänken und sogar eine kleine Galerie auf einer zweiten Ebene. Im Inneren existieren auch ein Wickelbereich sowie ein Kompostklo für Notfälle, normalerweise erledigen die Kinder ihr Geschäft an festen Plätzen in der Natur. Eine Küche ist nicht vorgesehen, zumal der Kindergarten keinen Stromanschluss besitzt. Lediglich eine kleine Solaranlage sorgt in dunklen Zeiten für etwas Licht. Wasser kommt nur aus dem Kanister.

Die Baugenehmigung liegt zwar bereits vor, wie Rathaussprecherin Sissiana Weber bestätigt. Durch den Austausch der beiden Container jedoch werde noch mal eine Tektur nötig, ergänzt Heiler-Loth. Die Unterlagen hierfür habe sie vor Kurzem im Rathaus eingereicht. „Da waren wir vielleicht etwas spät dran“, meint sie. Davon abgesehen müsse auch das Landratsamt als Aufsichtsbehörde wegen der Änderung eine erneute Betriebserlaubnis erteilen. Trotz des Aufwands ist es für Heiler-Loth „verständlich, dass die Behörden da mitreden wollen“. Immerhin gehe es ja auch um die Sicherheit der Kinder, um die Einhaltung gewisser Standards. „Es soll alles passen.“

Der alte Container soll laut Heiler-Loth weg, die Gemeindewerke würden diesen übernehmen. Ursprünglich sollte dieser als zusätzliche Umkleide für das Eisstadion in Corona-Zeiten dienen (wir berichteten). Doch im Moment sind diese Pläne auf Eis gelegt. Zudem helfen die Gemeindewerke beim Transport sowie beim Aufstellen im Wald. Auch Förster Robert Wiechmann sei dabei involviert, sagt Heiler-Loth. „Wir haben keinen zeitlichen Druck“, meint sie. Aber in absehbarer Zeit, spätestens zum neuen Krippenjahr im September, soll der Wichtelwagen im Wald stehen.

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