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Geschenke der besonderen Art: Im Autohaus Grasdanner sammelte „Holzkirchen hilft“ die Päckchen der Aktion Wunschbaum. Unser Bild zeigt (v. l.) Kathrin Steigenberger, Wolfgang Huber und Stefan Manetstötter.

Weihnachtsaktion für bedürftige Kinder

88 Wünsche gehen in Erfüllung

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Holzkirchen - Das Gefühl bleibt ein Leben lang: An Heiligabend packt man dieses besondere Geschenk aus, das unerreichbar schien oder auf das man sich lange freute. 88 Kinder aus Holzkirchen und Umgebung, die kaum damit rechnen durften, werden heute Abend große Augen machen.

Der Wunschbaum war während des Holzkirchner Winterzaubers nicht zu übersehen. „Geschmückt“ hatte ihn der Holzkirchner Unternehmer Ernst Grasdanner: An den Zweigen hingen die Wunschzettel von 88 Kindern, in deren Familien nicht das große Geld zuhause ist. 

Der Verein „Holzkirchen hilft“ unterstützte Grasdanner und half dabei, die Bedürftigen ausfindig zu machen. „Wir durften unser Angebot in ein offizielles Schreiben der Gemeinde an die bedürftigen Familien stecken“, berichtet Vereinschef Wolfgang Huber. Die Bedingung: Die Kinder durften höchstens 16 Jahre alt sein, das Geschenk sollte 50 Euro nicht übersteigen. Retour kamen die 88 Wunschzettel, anonym, ohne Absender. 

Die Zettel baumelten während des Winterzaubers am Wunschbaum – aber nicht lange. „Es war rührend, wie viele Menschen sich kurzentschlossen einen Wunsch heruntergepflückt haben“, sagt Huber. Nicht ein Zettel blieb übrig. Nie habe er etwa gedacht, dass ein Vierjähriger zu einem FC-Barcelona-Trainingsanzug kommt. Tatsächlich hing der Wunsch als einer der letzten – bis ein junges Pärchen des Wegs kam. „Zwei glühende Barca-Fans, die richtig happy waren, dem Kleinen diesen Wunsch erfüllen zu dürfen.“ 

Wenig überraschend wünschten sich viele Kinder Spielzeug. Ein Holzzug, ein Experimentierkasten, eine Puppe mit Bett. „Ein Geschwisterpaar träumte von einem Spielhaus – auch das wird in Erfüllung gehen“, verrät Huber. Manche Pakete sind auch mit speziellen Jacken, Klamotten oder Rucksäcken gefüllt. Etliche Schenker mussten sich kräftig ins Zeug legen, um spezielle Wünsche termingerecht erfüllen zu können.

Die Päckchen wurden im Autohaus Grasdanner gesammelt. Huber war an manchen Tagen vor Ort. „Alle Geschenke sind liebevollst verpackt“, stellt er fest. Viele gute Gespräche seien es gewesen, als die Pakete abgegeben wurden. „Manchmal war ich so gerührt, dass ich Tränen in den Augen hatte.“ Eine Familie aus Warngau habe nicht weniger als vier Wünsche erfüllt. 

Seit Montag kommen die Eltern, um die Überraschung für ihre Kinder abzuholen. Gut möglich, sagt Huber, dass nicht jede Mama und Papa zuhause vom anonymen Spender erzählt. „Muss auch nicht sein“, sagt Huber, „wir alle wissen ja, dass die Geschenke eigentlich das Christkindl bringt.“ Und manchen Familien tue es auch gut, glaubt der Vereinsvorsitzende, „wenn die Eltern das tolle Geschenk als ihres deklarieren können“. Eine schöne Weihnachtsgeschichte, die das Geben und Nehmen auf wundervolle Weise zusammenspannt.

Von Andreas Höger

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