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Buntes Markttreiben: Das neue Konzept des Simon-Judi-Marktes in Holzkirchen kam gut beim Publikum an. Mehr als 2000 Besucher sahen sich an den Ständen um.

Neues Konzept für Simon-Judi-Markt

Weniger Ramsch, mehr Qualität - dem Publikum gefällt's

Holzkirchen - 2000 Besucher drängten sich am Sonntag bei bestem Wetter durch die vielseitig bestückten Stände des Simon-Judi-Markts in Holzkirchen. Das neue Konzept hat sich bewährt.

Der Traditionsmarkt, den es seit dem 17. Jahrhundert in Holzkirchen gibt, präsentierte sich heuer in seinem besten Licht. Nicht ganz weg vom Ramsch, aber eben ein bisschen feiner, qualitativ hochwertiger. Das neue Konzept kam bei den rund 2000 Besuchern gut an. Waren am Herdergarten eher Billiganbieter zu finden, konnte man am Marktplatz viele handgefertigte Waren kaufen und in der Münchner Straße lockten die ansässigen Einzelhändler mit speziellen Angeboten und netten kleinen Aktionen.

In der Parfümerie Wiedemann konnten sich die kleinen Besucher schminken lassen. Kurz vor Halloween floss das Kunstblut in Strömen. „Ich lasse mich als Vampir schminken. Schade nur, dass die Schminke nicht bis übermorgen hält“, erzählt der achtjährige Nicolas aus Holzkirchen. Katrin Fuchsenthaler vom Wiedemann-Team fieberte mit ihren Kolleginnen bereits seit mehreren Wochen auf den verkaufsoffenen Sonntag hin. „Wir wollten alle arbeiten. Es ist so wichtig, dass sich hier was rührt“, sagt sie. „So viele Geschäfte haben geschlossen. Für uns ist das ein wichtiger Tag, auf den wir uns gefreut haben.“

Erstmals mit von der Partie waren auch einige Holzkirchner Vereine. Unter anderem der Eishockey-Verein ESC und der Eiskunstlaufverein Holzkirchen. „Für uns ist das heute eine gute Möglichkeit, unseren Sport zu präsentieren und zu zeigen, dass es gar nicht so gefährlich ist, wie es manchmal aussieht“, erklärt die Jugendleiterin des ESC, Sylvia Weinmann. Am Stand des Vereins konnten Kinder mit Hockeyschlägern einen Parcours durchqueren.

Am Stand von Marion Schmidt standen unzählige Interessierte. Sie näht in aufwendiger Heimarbeit Handy- und Laptoptaschen, Dirndltaschen, Schals und Landhauskissen. Dabei legt sie großen Wert darauf, dass die Materialien, die sie verwendet, aus dem Landkreis stammen und hochwertig sind. „Früher habe ich Socken verkauft, die will aber heute kaum noch einer haben. Qualität wird verlangt, und die bieten wir mit unseren selbst gemachten Waren aus Filz“, erklärt Schmidt.

Bei Sabine Nolte, Inhaberin des Kindermodeladens Lalelu, wurde fleißig gebastelt. „Ich weiß von meinen Kollegen aus den umliegenden Geschäften, dass man sich solche Aktionen viel öfter wünschen würde“, berichtet Nolte. „Eine langfristige Sperrung der Münchner Straße wäre unser Traum.“

Das neue Konzept des Simon-Judi-Markts hat sich also bewährt. So ganz ohne Ramsch ging es zwar nicht, aber die Erweiterung des Sortiments kam gut bei den Besuchern an. Und so ließen sie es sich bis 18 Uhr bei Steckerlfisch, Zuckerwatte und Bratwurst gut gehen.

Von Kathrin Suda

Das sagen die Besucher zum neuen Konzept

Neues Marktkonzept: Das sagen die Besucher

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