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Auch die Situation am Marktplatz soll sich durch das Mobilitätskonzept entspannen.

Verkehrssituation

Bürgergutachten: 48 Holzkirchner machen mit

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Holzkirchen - Die Resonanz ist gut: 48 Personen haben zugesagt, beim Workshop für das Bürgergutachten in Sachen Verkehr mitzumachen. Die Südspange soll an den Plänen für das Mobilitätskonzept nicht rütteln.

Professor Hilmar Sturm sitzt im Zug, es rauscht am Handy, trotzdem ist seine Freude deutlich rauszuhören: „Ich bin begeistert von den Rückmeldungen“, sagt er. „Wir haben schon 48 feste Zusagen.“ Mehr als er sich erträumt hatte. Umgerechnet machen 20 Prozent aller Angeschriebenen mit. Die durchschnittliche Rücklaufquote bei vergleichbaren Projekten liege irgendwo zwischen fünf und 30 Prozent, meist bei zehn. 

Die 48 Holzkirchner werden beim Workshop für das Bürgergutachten mitmachen, der Freitag und Samstag, 23. und 24. April, im Holzkirchner Rathaus und in der Agentur für Arbeit stattfindet. Hier sollen Bürger ihre Alltagserfahrungen einbringen, um die Verkehrssituation im Ort zu verbessern. Dieses Gutachten, für das Sturm von der Gesellschaft für Bürgergutachten zuständig ist, ist Teil des Integrierten Mobilitätskonzepts, das die Gemeinde derzeit erstellen lässt. Dieses besteht ferner aus dem Verkehrsgutachten von Ralf Kaulen sowie dem Ortsentwicklungskonzept von Manuela Skorka. 

Wie berichtet, schrieb Sturm vor einigen Wochen insgesamt 250 Holzkirchner an. Diese hat er aus einem Datensatz mit 1000 Namen herausgefiltert, die ihm das Einwohnermeldeamt übergeben hatte. Die Personen wurden zufällig ausgewählt. Damit man auch die schweigende Mehrheit erreicht. 

Er habe richtig rührende Absagen bekommen, erzählt Sturm: Eine ältere Dame muss passen, weil sie im Krankenhaus liegt. Ein Mann bot an, ersatzweise seinen Sohn vorbeizuschicken. Einige seien ehrenamtlich unterwegs oder verreist. „Außerdem ist an dem Wochenende in Holzkirchen wohl Firmung“, sagt er. Generell sei die Bereitschaft groß, das leidige Thema Verkehr motiviert offenbar, die eigene Freizeit zu opfern. „Die Leute nehmen sich dafür gerne mal frei.“ Einer hatte um eine Bestätigung für den Arbeitgeber gebeten. 

Zusammengekommen sei eine gute Mischung aus Männern und Frauen, die Altersstruktur hat Sturm noch nicht ausgewertet. „Aber es sind auch Schüler dabei.“ Das Mindestalter beträgt 14 Jahre. Auf die ein oder andere Antwort wartet der Professor noch. Denn eigentlich sollen es 50 Teilnehmer sein, vorsichtshalber will er 55 einladen. „Falls jemand krank wird.“ Maximal sollen es 60 sein. „Sonst platzen wir räumlich.“ 

Vor Ostern gab es einen Runden Tisch, an dem Vertreter von Vereinen, Schulen, Kindergärten und Bürgerinitiativen saßen. Deren Anregungen werden ebenfalls im Bürgergutachten beachtet. Dabei mahnten die Anwesenden laut Sturm etwa an, den Bahnhof nicht links liegen zu lassen und die Verkehrsströme vor dem Hintergrund zu beobachten, falls das Postbräuareal eines Tages bebaut wird. „Auch Regelungen wie Tempo 30 sollen wir nicht aus den Augen verlieren.“ 

Um welche konkreten Verkehrsmaßnahmen es bei dem Workshop geht, behält Sturm für sich. „Die Bürger sollen unvoreingenommen kommen.“ Die Teilnehmer beackern Netzpläne in Arbeitseinheiten; diese umfassen die Themen Fußgänger, Radfahrer, Grünflächen, ruhender Verkehr, zentrale Konflikte, Herdergarten, öffentlicher Nahverkehr sowie Kfz-Verkehr.  

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