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Einbruch-Gefahr - er weiß was zu tun ist: Einbruchs-Experte Michael Flunger von der Firma hsecur Sicherheitstechnik in Holzkirchen.

Experte im Interview

Wie schützt man sein Haus vor Einbruch, Herr Flunger?

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Holzkirchen – Sommerzeit ist Einbruchzeit. Wer trotzdem beruhigt in den Urlaub fahren möchte: Hier gibt's die Tipps vom Sicherheitsexperten-Experten im Interview.

Herr Flunger, wie sicher ist Ihre Wohnung?

Flunger: Ich schütze meine Wohnung im ersten Stock noch etwas altmodisch, nur mit einem Türschloss. Erst seitdem ich mich beruflich mit Sicherheitstechnik beschäftige, schließe ich zweimal ab.

Eine Alarmanlage haben Sie also noch nicht in Ihrer Wohnung?

Flunger: Um in eine Mietwohnung im ersten Stock in einem Sechs-Parteien-Haus zu investieren, muss das Angstgefühl schon sehr hoch sein. Das ist es bei mir im Moment noch nicht. Dennoch werde ich mir demnächst eine Funk-Alarmanlage einbauen, die auch sogenannte Smart-Home-Funktionen übernehmen wird.

Muss man ein Haus anders schützen als eine Wohnung?

Flunger: Man muss nicht, aber kann. Bei einem Haus gibt es mehr Türen, Fenster, Räume, mehr Platz, der überwacht werden muss, als bei einer Wohnung. Bei der Haussicherung gibt es zwei Arten: Zum einen den Schutz der sogenannten Außenhaut, also die Fenster- und Türensicherung zum Beispiel durch Magnet-Kontakte, die an dem Fensterrahmen angebracht sind und Alarm melden, sobald der Einbrecher ansetzt, das Fenster oder die Tür auszuhebeln. Zum anderen gibt es Infrarot-Bewegungsmelder für die Innenräume, die einen Winkel von 84 Grad überwachen, erkennen, wenn sich die Raumtemperatur ändert und dann den Alarm auslösen.

Wie bekommt man das mit, wenn man nicht zu Hause ist?

Flunger: Sie können die Zentrale so einstellen, dass Sie einen Anruf auf Ihr Handy bekommen, der Ihnen den Alarm meldet. Sie können den Anruf auch streuen, sodass er an mehrere Personen geht, für den Fall dass Sie nicht erreichbar sind, weil Sie beispielsweise gerade im Kino sind. Sie können es aber auch so einstellen, dass direkt ein Wachservice alarmiert wird.

Das hört sich nach etwas an, dass vor allem Technikbegeisterten gefällt.

Flunger: Die haben daran vielleicht mehr Spaß, aber die Bedienung ist kinderleicht. Man muss kein Ingenieurstudium haben, um so eine Alarmanlage zu handhaben.

Wann kommen die Kunden eigentlich zu Ihnen? Präventiv oder erst nach dem Einbruch?

Flunger: Viele kommen, wenn bei ihnen eingebrochen wurde oder wenn sich solche Vorfälle in der Umgebung häufen. Das allgemeine Sicherheitsgefühl hier ist noch groß, aber wenn mal etwas passiert ist, dann muss es schnell gehen.

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