Stapelweise Musik: Bläser sorgten für Stimmung.

125 Jahre Feuerwehr Föching: Eine Feier im Trockenen

Föching - Rund 1200 Gäste haben der Feuerwehr Föching am Sonntag die Ehre erwiesen. Denn der Verein feierte sein 125-jähriges Bestehen. Wegen des schlechten Wetters fiel zwar der Festzug aus. Doch die gute Laune ließen sich die Mitglieder nicht verderben.

Bis zum Mittagessen haben sie noch an ihrem Vorhaben festgehalten: Ein prächtiger Festzug durch den Ort und wieder zurück zur Festhalle. Doch der Regen durchkreuzte die Pläne der Freiwilligen Feuerwehr Föching. Und Pfarrvikar Hannes Schißler versuchte schon vorweg in seiner Predigt die Wogen zu glätten. Als wäre das nasse Wetter auch ein liebenswertes Geschöpf Gottes: „Die Natur und auch die Landwirte brauchen den Regen dringend“, sagte er. „Auch die Feuerwehrler können beruhigter feiern, wenn der Verkehr auf der Autobahn und die hitzebedingte Gefahr von Brandfällen nachlassen.“

Mit einem Festgottesdienst, der wegen des Regens von der Pfarrwiese in die Festhalle auf den Hof der Familie Reimann verlegt wurde, haben sich die dreitägigen Feierlichkeiten der Föchinger Feuerwehr dem Ende zugeneigt. Wie berichtet, zelebrierten die Mitglieder am vergangenen Wochenende das 125-jährige Bestehen des Vereins. Die Föchinger ist die jüngste im Kreis der Holzkirchner Ortsfeuerwehren, zählt aktuell rund 250 Mitglieder und 60 Aktive um den Kommandanten Johann Bauer. Die Feuerwehrler besitzen ein kleines Löschfahrzeug sowie ein eigenes Mehrzweckfahrzeug.

Am Freitag versammelten sich alle zum Totengedenken am Kriegerdenkmal, anschließend zapfte Holzkirchens Bürgermeister Olaf von Löwis das Bierfass an. Am Samstag sorgte die Altneihauser Feierwehrkapell’n für Stimmung (siehe Text unten).

Beim Festgottesdienst am Sonntag in der vollen Halle haben rund 1200 Feuerwehrler aus dem ganzen Landkreis Miesbach dem Jubilar die Ehre erwiesen. Auf der Liste der Ehrengäste standen Landrat Wolfgang Rzehak, Bürgermeister Löwis, Kreisbrandrat Anton Riblinger und dessen Vorgänger Michael Röhrl. Die Fahnen aller 28 am Fest teilnehmenden Wehren und die der Ortsvereine standen vor dem Altar. Vier Feuerwehrmänner lasen Fürbitten, auch zum Gedenken an die verstorbenen Vereinsmitglieder. Die Ministranten trugen Tracht. Vor allem aber das knapp drei Meter hohe, mit Girlanden umrahmte Holzkreuz, mit dem über dem Korpus geschwungenen Dach, war ein Blickfang. Diesem Geschenk des ehemaligen Feuerwehr-Kopfs Alois Lerch erteilte Pfarrer Schißler den kirchlichen Segen. Später soll es am Vorplatz des Feuerwehrhauses aufgestellt werden.

Der Geistliche lobte die Feuerwehrler und ihren „ehrenamtlichen Dienst an Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind“. Dann spielte die Musikkapelle Baiernrain auf. Und die Ehrengaben wurden verteilt. Die Stimmung war das ganze Fest über gut, dem Regen zum Trotz.

Von Manfred Merk

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