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Autobahn

Lärmschutz kommt später als geplant

Weyarn - Sie ist laut, die Autobahn A 8. Die Anlieger in Valley und Weyarn hoffen seit Jahren auf einen Lärmschutz. Der kommt. Das steht fest. Jedoch später als zunächst vorgesehen.

„Die Bevölkerung wartet sehnsüchtig auf den Lärmschutz.“ Und sie muss noch länger warten. Das teilte Bürgermeister Leonhard Wöhr seinem Gemeinderat während der jüngsten Sitzung mit. Statt im Sommer kann die zuständige Autobahndirektion Südbayern erst im vierten Quartal das Planfeststellungsverfahren für den Lärmschutz entlang der Autobahn A 8 bei der Regierung von Oberbayern beantragen. Erst dann ist die technische Planung und die naturschutzfachliche Bewertung abgeschlossen. Ein halbes Jahr später als geplant.

Das liegt daran, dass die Autobahn nicht mehr die jüngste ist. Brücken – die Mangfallbrücke ist davon nicht betroffen – und Fahrbahn müssen erneuert werden ebenso wie Schutzplanken und die Entwässerung, sagt Gilbert Peiker, zuständiger Abteilungsleiter für Planung und Bau, auf Anfrage unserer Zeitung. „Die Planungen für die Erhaltungsmaßnahmen und den Lärmschutz sind eng miteinander verzahnt.“

Zudem müssten auch schon jetzt planerische Überlegungen zu einem möglichen achtstreifigen Ausbau der A 8 berücksichtigt werden. „Wir können ja jetzt nicht irgendetwas hinstellen, das einem späteren Ausbau im Wege steht.“

Geplant ist, die Gemeinde Weyarn mit einer Wall-Wandkombination vor den Geräuschen der Autobahn zu schützen. So soll an der Autobahnabfahrt Weyarn ein 90 Meter langer Lärmschutzwall entstehen, an den sich eine 325 Meter lange Schutzwand anschließt. Nach der Auffahrt geht es mit einer etwa 690 Meter langen Wand-Wall-Kombination weiter, die in einem 275 Meter langen Wall endet. Für Großseeham ist vorgesehen, eine etwa 1,5 Kilometer lange Mischung aus Wällen und Wänden mit einer Höhe bis zu sieben Metern zu errichten.

Um die Lärmbelastung zusätzlich zu verringern, plant die Autobahndirektion laut Peiker einen sogenannten lärmarmen Fahrbahnbelag aufzutragen. Der Bund investiert dafür etwa 8,9 Millionen Euro. 

Für den Lärmschutz der Gemeinde Valley sind die Unterlagen laut Peiker bereits vollständig. Hier fehlt noch der Begleitplan des Landschaftsplaners, der die Bepflanzung der Wälle beinhaltet, Ausgleichsflächen festlegt und schützenswürdige Natur benennt. Mitte des Jahres soll es ins Planfeststellungsverfahren gehen – auch hier mit einem halben Jahr Verspätung. Vorgesehen ist, Unterdarching mit einem etwa einen Kilometer langen Lärmschutzwall und einer sich anschließenden 125 Meter langen Wand mit einer Höhe von bis zu 5,5 Metern zu schützen. Eine ähnliche Kombination ist auch für Mitterdarching geplant. Hier belaufen sich die Kosten auf 6,4 Millionen Euro. 

Ist das Baurecht gewährt, ist die Geduld der Autofahrer gefragt. „Die Arbeiten werden je Projekt voraussichtlich zwei Jahre dauern“, sagt Peikert. Eine Bausaison geht von März bis Oktober. Läuft alles reibungslos, könnten die Arbeiten frühestens 2018 beginnen. Ursprünglich hatte die Behörde mit 2017 gerechnet.

Von Daniela Lang

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