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Der Wall ist zusammengesackt: Die Anwohner wünschen sich nun doch eine zusätzliche Lärmschutzwand.

Lärmschutzwand in Otterfing

Das Bollwerk soll kommen

Otterfing - Erst hatten sich die Anwohner dagegen gewehrt, jetzt wünschen sie ihn sich doch: Die Lärmschutzwand an der Hienlohestraße in Otterfing soll nun doch entstehen.

Im Jahr 2003 hatten sich die Anwohner in der Hienlohestraße gegen die im Bebauungsplan vorgesehene Lärmschutzwand am Kreisverkehr in Otterfing gewehrt. Geplant war ein zwei Meter hoher Wall zusätzlich mit einer 50 Zentimeter hohen Wand.

Doch letztere entstand nie: Zu mächtig, nicht notwendig und die Sicht werde versperrt, hieß es damals. Einverstanden waren die Anwohner lediglich mit dem aufgeschütteten Wall. Doch nun gibt es eine Kehrtwende.

Mit Erstaunen nahmen einige Gemeinderäte nun den Antrag auf Errichtung der Lärmschutzwand zur Kenntnis. Bürgermeister Jakob Eglseder (CSU) erläuterte, dass der 2003 im Zusammenhang mit dem Kreisverkehr am Nordring aufgeschüttete Erdwall inzwischen zusammengesackt und nur noch etwa 1,80 Meter hoch sei, also 20 Zentimeter weniger als ursprünglich.

„Damals haben wir dem Wunsch der Anwohner entsprochen“, so Eglseder. Inzwischen habe der Verkehr jedoch zugenommen. Der Lieferverkehr zum Gewerbegebiet, aber auch die Kieslaster hätten zu mehr Belastungen geführt. Und auch der Verkehr von und nach Sauerlach habe zugenommen. Das habe nun zu einem Sinneswandel der Anwohner geführt. „Sie wünschen jetzt auch eine Wand mit einer Gesamthöhe von 2,50 Meter“, so Eglseder. 

Vor einer Entscheidung hätte Max Ruf (SPD) gerne die Mehrkosten im Vergleich zu 2003 gekannt. Bedenken äußerte auch Vize-Bürgermeisterin Ulrike Stockmeier (FW): „Sind die damaligen Festsetzungen in Bezug auf den Lärmschutz noch gültig oder hat sich da durch den verstärkten Verkehr etwas geändert? Das sollte geprüft werden, bevor wir den Auftrag für die Lärmschutzwand vergeben.“ 

Bauamtsleiter Heinz Hirz erklärte, dass der damals aufgestellte Bebauungsplan „generell noch gültig ist“, also auch die Festsetzungen für den Lärmschutz. „Wenn der Verkehr stärker geworden ist als damals bei den Berechnungen angenommen, dann muss der Gemeinderat ein neues Gutachten in Auftrag geben“, so Hirz. Doch dazu wird es nicht kommen. 

Die Räte waren sich einig, dass der Bebauungsplan in der bestehenden und rechtlich gültigen Fassung umgesetzt werden soll. Einstimmig votierten sie für den Bau der Lärmschutzwand.

Von Siegfried Niedergesäss

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