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Eine Carsharing-E-Tankstelle.
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Eine Carsharing-E-Tankstelle vor dem Rathaus Holzkirchen. Weitere ähnliche Projekte könnten folgen.

Sauber unterwegs in Holzkirchen

Mobilität: Gemeinde will in zweite Förderrunde und Firmen einbinden

  • Marlene Kadach
    vonMarlene Kadach
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Bei dem Projekt „Sauber unterwegs in Holzkirchen“ will die Gemeinde in die zweite Förderrunde kommen. Unternehmen sollen in Sachen Mobilität eingebunden werden.

Holzkirchen – „Es gibt keinen zentralen Ansatz für nachhaltige Mobilität in Holzkirchen.“ Mit diesen Worten fasst Mobilitätsmanagerin Jana Heese die Ergebnisse des Projektes „sauber unterwegs in Holzkirchen“ zusammen. Eine Bürgerumfrage, die zusammen mit der „Mobilitätswerk GmbH“ im Sommer dieses Jahres durchgeführt wurde, habe ergeben, dass in Sachen Mobilität vor allem Pendler zentrale Nutzergruppen einer nachhaltigen Mobilität in der Gemeinde sind. Weil Holzkirchen eine Wachstumsregion darstelle, sei vor allem der individuelle Pendlerverkehr ein Problem.

Als Zielgruppe für ein neues Verkehrskonzept bieten sich daher Unternehmen an. Mit einigen ortsansässigen Firmen möchte die Gemeinde ein sogenanntes betriebliches Mobilitätsmanagement (BMM) aufbauen, berichtete Heese nun im Gemeinderat. Damit will die Gemeinde jetzt in die zweite Förderrunde der „MobilitätsWerkStadt 2025“ kommen, in der bisher entwickelte Konzepte umgesetzt und erprobt werden. Dieses Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) verlangt dazu einen Projektantrag. Aus bundesweit 50 bislang geförderten Ideen werden 15 Kommunen ausgesucht, die ihr Konzept weiter umsetzen dürfen.

Unternehmen verursachen Verkehr durch die eigenen Mitarbeiter, aber auch durch Liefer- und Kundenverkehr und den Fuhrpark. Ein Baustein des BMM werde daher analysieren, was umgesetzt werden kann, so Heese. Zudem würden konkrete Angebote geschaffen, etwa Car- und Bike-Sharing-Modelle, bei denen Fahrzeuge und Räder gemeinsam genutzt werden. Auch Ride-Sharing – Mitfahrgelegenheiten – sei eine Option. Für die Projektskizze konnte die Gemeinde die Firmen Bosch, ITK und Athos gewinnen, sagte Heese. Und weil die Gemeinde selbst Vorbild sein möchte, umfasst das BMM für die neue Projektphase auch ein kommunales Mobilitätsmanagement. Um Daten über den Verkehr zu bündeln und Transparenz zu schaffen, sei ein digitales Mobilitätsdashboard geplant. Ziel sei es, über mehr Nachhaltigkeit den Standort Holzkirchen für Unternehmen und Bürger attraktiver zu machen.

Hubert Müller (FWG) erklärte, es seien derzeit so viele Projekte in Holzkirchen am Laufen, da habe er den Überblick verloren. Er spielte etwa auf die Modal-Split-Studie an. Heese half nach: Im Gegensatz zu anderen Studien ginge es bei „sauber unterwegs in Holzkirchen“ um die Erprobung konkreter Einzelmaßnahmen. Standortförderin Eva-Maria Schmitz ergänzte: „Daten aus den anderen Studien zu haben, ist für uns wichtig, auch für ‚sauber unterwegs in Holzkirchen‘“. Sebastian Franz (CSU) gefiel der Schwerpunkt auf die Wirtschaft und dass sich bereits Arbeitgeber gefunden haben, die mitmachen. Bürgermeister Christoph Schmid (CSU) resümierte: „Wir wollen den Weg beschreiten, Mobilität besser zu machen mit dem Ziel, Verkehr zu reduzieren.“ Der Projektskizze Heeses stimmten die Gemeinderäte geschlossen zu.

VON ANDREAS WOLKENSTEIN

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