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In drei Abschnitte gliedert sich das Neubaugebiet. Blass hinterlegt sind die Teile zwei und drei, die erst später drankommen. Auf dem ersten Abschnitt (dunkel) können Bauwerber wohl ab 2017 loslegen.

Neubaugebiet Inselkam-Maitz

Erste Häuser werden ab 2017 gebaut

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Holzkirchen - Das Neubaugebiet im Bereich Inselkam-Maitz in Holzkirchen ist einen Schritt weiter. Der Gemeinderat hat jetzt die Stellungnahmen zum Bebauungsplan behandelt. Einigen Anwohnern bereitet das Bauvorhaben Bauchweh. Trotzdem wird gebaut – jedoch voraussichtlich erst ab 2017.

Wohnraum ist im Holzkirchen Mangelware. Doch es wird auch an einigen Ecken gebaut. Zum Beispiel am nördlichen Ortsrand Richtung Teufelsgraben. Dort sollen insgesamt rund 111 Wohneinheiten entstehen (wir berichteten). Der erste Bauabschnitt im Südosten umfasst circa 72 Parteien; verteilt auf sieben Mehrfamilien- und vier Einfamilienhäuser sowie 13 Doppelhäuser. Auf dem zweiten und dritten Bauabschnitt erwachsen später Doppel- und Einfamilienhäuser. 

In der jetzigen Sitzung hat der Gemeinderat die Stellungnahmen von Behörden und Bürgern in der zweiten Auslegungsrunde zum ersten Bauabschnitt des entsprechenden Bebauungsplans Nummer 138 für das Gebiet in der Flur Inselkam-Maitz behandelt und am Ende einen Satzungsbeschluss gefasst. 

Doris Hötzendorfer vom Bauamt der Gemeinde trug die Einwände in gestraffter Form vor. Kreisbaumeister Werner Pawlovsky wiederholte seinen Einwand von der ersten Auslegung. Er hätte die südlichste Häuserreihe lieber giebelständig zur bestehenden Bebauung gesehen. Doch die Gemeinde hielt an ihrem Vorhaben fest – die Häuser sollen quer stehen. „Weil sich das Motiv wiederholt“, so Hötzendorfer. 

Anregungen hatte Hartmut Romanski, Radlbeauftragter der Gemeinde, vorgebracht: Er forderte unter anderem eine Querungshilfe, die über die ehemalige B 13 – die Anfang des Jahres zwischen Sauerlach und Holzkirchen zur Staatsstraße abgestuft wurde (wir berichteten) – in das neue Wohngebiet führt. Diese werde laut Hötzendorfer ohnehin entstehen; genauso wie eine Links-Abbiegespur, die das Staatliche Bauamt Rosenheim gefordert hatte. Außerdem wünscht sich der Radlbeauftragte Tempo 30 im neuen Wohngebiet und den Verzicht auf Gehwege. Dieses Thema ist laut Hötzendorfer „nicht Teil des Bebauungsplans und wird später berücksichtigt“. Auf Romanskis Forderung nach ausreichend Radabstellplätze verwies Hötzendorfer auf die Stellplatz-Verordnung. Demnach ist pro 25 Quadratmeter Wohnfläche ein Abstellplatz nachzuweisen. Davon abgesehen sei langfristig ein Radweg auf der gegenüberliegenden Staatsstraßenseite geplant, der von der Einfahrt zum Waldkindergarten bis zum Kreisverkehr führt – und der dem Gebiet ein radlfreundliches Gesicht verleiht. 

Irmi Ammer (SPD) beharrte darauf, auf die Einlassungen von Romanski einzugehen. Bauamtsleiter Karl Herbst versicherte: „Das ist bei uns angekommen und in der Pipeline.“ 

Einige Anwohner befürchten durch das Neubaugebiet mehr Lärm. Hötzendorfer wies darauf hin, dass man das alte Lärm-Gutachten nochmals überprüfen ließ – und sich die Ergebnisse bestätigten. Demnach würden Grenzwerte sogar unterschritten. Eine vier Meter hohe Lärmschutzwand werde das Neubaugebiet von der Staatsstraße abschirmen. Bürger äußerten ferner Sicherheitsbedenken, weil es dann kurz nacheinander mehr Ein- und Ausfahrten gebe. Die Gemeinde hielt mit der neuen Linksabbiegespur, der Querungshilfe und ausreichend Sichtdreiecken dagegen. Außerdem werde der Radweg im Bereich der Ausfahrt nach hinten verschwenkt. Das genüge den Vorgaben, hieß es. 

Andere Bürger fürchten um ihre „Lebensqualität während einer 15-jährigen Bauphase“. Laut Hötzendorfer sei der Zeitplan unklar. Eine temporäre Störung könne nicht ausgeschlossen werden. Die Beeinträchtigungen würden im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften liegen, der Baulärm sei zumutbar. 

Robert Wiechmann (Grüne) konnte keine neuen Einwände erkennen, alles sei nun „hinreichend bearbeitet“, meinte er. Christoph Schmid (CSU) gefiel die Planung gut, er fand, dass man den Bebauungsplan „so auf den Weg bringen“ könne. Genau das tat der Gemeinderat auch. Geschlossen segnete er den Bebauungsplan ab. Laut Hötzendorfer dauern die Erschließungsarbeiten wohl das ganze Jahr an, sodass erst ab 2017 auf dem ersten Abschnitt gebaut werden kann. Nach welchen System der Teil der gemeindlichen Grundstücke vergeben werde, sei noch offen.

Von Marlene Kadach

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