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Verkehrsknoten und kleiner Marktplatz: Der Oskar-von-Miller-Platz ist für Einzelhändler interessant. Im März öffnete eine Damen-Boutique (l.), die Nachfolge im Juwelier-Laden ist noch unklar.

Einzelhandel in Holzkirchen

Neues Leben in den Schaufenstern

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Holzkirchen - Nichts ist so beständig wie der Wandel: Wo ein Laden schließt, sucht wenig später ein anderer seine Chance. Rund um den Oskar-von-Miller-Platz war zuletzt von einem „Geschäftesterben“ die Rede. Mittlerweile regt sich hinter manchem Schaufenster wieder Leben, andere warten noch auf neue Mieter.

Simone Fußangel traut sich. Am 18. März hat die 49-Jährige am Oskar-von-Miller-Platz die Damen-Boutique Simode eröffnet. Eine Mitarbeiterin, 60 Quadratmeter. Die Räume kennt die Holzkirchnerin gut – als ehemalige Angestellte von Thomas Fremerey, der in den Räumen 25 Jahre lang die Boutique Ella betrieb, diese aber im Dezember schloss (wir berichteten). „Die ersten Tage lassen sich sehr gut an“, sagt Fußangel, „der Standort an sich könnte kaum besser sein.“ Allerdings: „Der Verkehr hier ist der Wahnsinn.“ Die Tür könne nicht offen stehen, „sonst verstehe ich die Kundin nicht mehr“. Sie wünscht sich eine Fußgängerzone im Ortskern. „Mir ist nicht klar, warum das nicht funktionieren soll.“

Neben Simode klafft noch eine Lücke: Die Juweliere Angelica und Egmont Ernst gaben ihr Geschäft Ende Januar endgültig auf, um sich neuen Herausforderungen zu stellen. Es gebe Gespräche für eine Nachfolge-Nutzung, heißt es aus dem Büro der Standortförderung im Rathaus. „Optimal wäre, wenn wieder ein Juwelier einzieht“, sagte eine Sprecherin der Standortförderung auf Anfrage, „es wären ja viele spezielle Einrichtungen im Laden schon vorhanden.“

Gegenüber, neben der Parfümerie Wiedemann, wird das „Immobilien-Team Holzkirchen“ neu einziehen. Noch kein neuer Mieter fand sich für die Räume am Hochgehweg, in denen bis Herbst 2015 „Alex F Männermoden“ beheimatet war. Die Immobilie bekam nach Angaben der Standortförderung zu Jahresbeginn einen neuen Besitzer. „Vielleicht wird ein Café draus“, sagt die Sprecherin der Standortförderung. Ins Leere lief eine Anfrage, die Räume für ein Sportwetten-Büro zu nutzen. Das sei an dieser Stelle weder gewollt noch möglich, heißt es aus dem Rathaus. Derlei Spielstätten seien grundsätzlich innerorts nicht genehmigungsfähig.

Auch abseits des Oskar-von-Miller-Platzes gibt es Veränderungen. In der Tegernseer Straße hat jüngst das Modegeschäft Dresscode eröffnet. Ende 2015 verlagerte Tobias Gehrke seinen Fahrrad- und Langlauf-Laden (Fun Sports), der fast zehn Jahre lang in der Münchner Straße angesiedelt war, nach Bad Wiessee. Die Räume werden derzeit renoviert, nach Angaben der Standortförderung soll ein Döner-Laden einziehen. Noch offen ist die Nachfolge des Blumenladens im Kienehaus (Marktplatz). „Ein prominenter Platz“, stellt die Sprecherin der Standortförderung fest, „wäre schön, wenn dort ein Geschäft reinkommt, das eventuell auch außen dekoriert.“

Insgesamt sieht man im Rathaus die Situation nicht allzu dramatisch. „Fünf Prozent Leerstände im Ort sind im Vergleich nicht allzu viel.“ Ob für das Einkaufsverhalten der Kunden tatsächlich der vielbeschworene (kostenlose) Parkplatz vor der Ladentür so entscheidend ist, soll demnächst ein Experte erklären. Die Standortförderung im Rathaus plant in Zusammenarbeit mit der Standort-Marketing-Gesellschaft (SMG) des Landkreises im Juni einen Vortrag für Einzelhändler, der sich speziell dem Thema Parkplätze widmet. (avh)

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