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Otterfingerin (72) reagiert auf Betrugs-WhatsApp: 2400 Euro an falsche „Tochter“ überwiesen

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Von: Andreas Höger

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Trickbetrüger wieder mit Rekordbeute im Nordosten
Die Polizei warnt dringend davor, nach einem angeblichen „Hilferuf“ Geld auf fremde Konten zu überweisen (Symbolbild). © Sebastian Gollnow/dpa/Illustration

Eine 72-jährige Frau aus Otterfing ging Betrügern auf den Leim: Sie reagierte auf eine WhatsApp-Nachricht einer falschen Tochter und überwies 2400 Euro.

Otterfing – Wieder gelang es dreisten Ganoven, mit der perfiden WhatsApp-Masche einen älteren Menschen zu betrügen und fette Beute zu machen. Zum Opfer wurde diesmal eine 72-jährige Otterfingerin, die am Dienstag (17. Januar) zu leichtgläubig einer falschen „Tochter“ 2400 Euro überwies.

Wie die Holzkirchner Polizei am Donnerstag (19. Januar) mitteilte, bekam die Otterfingerin eine WhatsApp-Nachricht von einer unbekannten Nummer aufs Handy. Darin hieß es, dass dies die neue Handynummer ihrer Tochter sei. Die 72-Jährige wurde aufgefordert, die Nummer auf ihrem Smartphone abzuspeichern und dann auch gleich gebeten, einen Betrag in Höhe von rund 2400 Euro an ein ausländisches Konto zu überweisen.

Im Glauben, dass die Nachricht von ihrer echten Tochter stammt, veranlasste die Otterfingerin dann die geforderte Überweisung. Skeptisch wurde sie erst, als sie am nächsten Tag erneut die Aufforderung erhielt, Geld zu überweisen. Das tat sie nicht, sondern meldete den Betrug der Holzkirchner Polizeiinspektion.

Angesichts vermehrter Versuche von Betrügern, mit der WhatsApp-Masche in der Region rund um Holzkirchen gezielt ältere Menschen um ihr Erspartes zu bringen, rät die Polizei dringend, niemals Geld an unbekannte Konten zu überweisen. Empfohlen wird, vorher Rücksprache mit den Angehörigen zu halten. Unbekannte Nummern sollte man nicht auf Handys abspeichern.

Um der Polizei den Zugriff auf die Betrüger zu erleichtern, wird darum gebeten, die von den Betrügern genutzten Handynummern zu sichern oder einen Screenshot der betrügerischen WhatsApp zu erstellen. Wer eine solche Betrugs-WhatsApp bekommt, sollte dies unverzüglich der Polizei melden.

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