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Abgrenzung von der Aiwanger-Partei: Freie Wähler werden zur „Freien Liste“

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Von: Andreas Höger

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Verjüngtes Führungsteam: Die FLO Otterfing wählte (v. l.) Andreas Schäfer (Schriftführer), Katja Schuler (Schatzmeisterin), Johann Killer (Vorsitzender) und Katrin Exner (stellvertretende Vorsitzende). Nicht im Bild ist der weitere Stellvertreter Florian Holzmair.
Verjüngtes Führungsteam: Die FLO Otterfing wählte (v. l.) Andreas Schäfer (Schriftführer), Katja Schuler (Schatzmeisterin), Johann Killer (Vorsitzender) und Katrin Exner (stellvertretende Vorsitzende). Nicht im Bild ist der weitere Stellvertreter Florian Holzmair. © FLO

Freie Wähler in Otterfing gibt es seit den 1960er Jahren. Im Vorfeld der Kommunalwahl 2020 kam es jedoch zur Spaltung. Die „alten“ Freien Wähler zogen daraus die Konsequenz und gaben sich jetzt einen neuen Namen: Aus FW wird FLO, die „Freie Liste Otterfing“.

Otterfing – Freie Wähler Otterfing (FWO) und Freie Wählergemeinschaft (FWG) Otterfing – bei der Kommunalwahl 2020 mussten die Otterfinger genau hinschauen, um die zwei Listen nicht zu verwechseln. Im Vorfeld der Wahl hatte Josef Killer die „alten“ Freien Wähler verlassen, eine zweite Gruppe Freie Wähler gegründet und diese im Landesverband verankert, was die „alten“ Freien stets ablehnten. Eineinhalb Jahre nach der Wahl manifestiert sich die Spaltung. Die „alte“ Gruppe gab sich jetzt in ihrer Hauptversammlung einen neuen Namen: Aus den Freien Wählern wird die „Freie Liste Otterfing“, kurz FLO.

„Der neue Name war überfällig“, betont Schriftführer Andreas Schäfer auf Anfrage. Vor der Wahl habe man es leider nicht geschafft, sich bei der Bezeichnung von der FWG Josef Killers klarer abzusetzen. In der turnusmäßigen Hauptversammlung vor wenigen Tagen habe man dies nachgeholt. Die Wählergemeinschaft, deren Tradition zurückreicht in die 1960er Jahre, nennt sich nach einstimmigem Beschluss nun „Freie Liste Otterfing (FLO)“. Der Name wurde laut Schäfer per Satzungsänderung verankert. „Damit können sich alle identifizieren.“ Sichtbar werden soll dies durch ein neues Logo. Ein Grafiker sei mit farblichen und gestalterischen Entwürfen beauftragt.

Auf Landkreis-Ebene bleibt es auch namentlich kompliziert

„Wir bleiben als Parteifreie unabhängig und nur den Otterfingern verpflichtet“, betonte Schäfer. Die neue FWG unter Josef Killer dagegen hatte bewusst den Anschluss an den Dachverband und die Freie-Wähler-Partei gesucht, die unter ihrem Zugpferd Hubert Aiwanger in der Landes- und Bundespolitik aktiv ist. Josef Killer zog 2020 für diese FWG in den neuen Gemeinderat ein. „Wir haben mit der Aiwanger-Partei nichts zu tun“, stellt Schäfer klar.

Während die Abgrenzung auf gemeindlicher Ebene vollzogen ist, bleibt es auf Landkreis-Ebene komplizierter. „Dem Kreisverband der Freien-Wähler-Gemeinschaft werden wir weiter angehören“, sagt Schäfer. Gemeint sind auch hier die „alten“, parteiunabhängigen Freien Wähler, nicht die 2019 gegründeten „Freien Wähler im Landkreis Miesbach“, die sich als Unterbau der Aiwanger-Partei verstehen.

Johann Killer macht als Vorsitzender weiter

Personell hat sich die Führung der nunmehr als FLO firmierenden Gruppe (derzeit 33 Mitglieder) etwas verjüngt und verweiblicht. Für Stefan Burgmayr und Ralf Oetter rückten Katja Schuler (Schatzmeisterin) und Florian Holzmair (Co-Stellvertreter) nach. Vorsitzender für weitere zwei weitere bleibt der 2019 erstmals gewählte Johann Killer, der neben Burgmayr und Ulrike Stockmeier die FLO-Fraktion im Gemeinderat bildet. Wiedergewählt wurden ebenfalls Katrin Exner (Co-Stellvertreterin) und Schriftführer Schäfer. Die Kassenprüfung behalten Edeltraud Obermeier und Georg Pallauf.

Weitere Infos zum Thema finden Sie hier.

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