Asylbewerberunterkunft am Pitzarweg in Otterfing
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Unter Quarantäne: die Asylbewerberunterkunft am Pitzarweg in Otterfing.

Ein Bewohner positiv getestet

Coronavirus: Drei weitere Fälle in Otterfinger Unterkunft

  • Sebastian Schuch
    vonSebastian Schuch
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  • Sebastian Grauvogl
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Das Virus ist zurück. Die Asylunterkunft am Pitzarweg in Otterfing steht erneut unter Quarantäne, nachdem ein Bewohner positiv auf Corona getestet wurde.

Update, 7. August:

Die Zahl der aktiven Corona-Fälle im Landkreis Miesbach ist auf 15 gestiegen. Das teilt das Landratsamt mit. Zudem gibt es einen weiteren, starken Verdachtsfall.

Drei Neuinfektionen sind in der Otterfinger Asylunterkunft am Pitzarweg festgestellt worden. Dieses war, wie berichtet, am 31. Juli unter Quarantäne gestellt worden, nachdem das Coronavirus bei einem Bewohner nachgewiesen worden war. Daraufhin wurden alle Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft getestet, die Ergebnisse liegen nun vor. Demnach haben sich drei weitere Personen mit dem Virus infiziert, ein weiterer Bewohner weißt starke Symptome auf. „Die vier Bewohner wurden sofort mittels Infekt-Transport in eine andere Unterkunft in Miesbach gebracht und unter Quarantäne gestellt“, schreibt das Landratsamt in der Pressemitteilung.

Insgesamt gab es in dieser Woche sechs neue Coronafälle. Bei dreien gibt das Landratsamt keine genaue Herkunft an. Mit 15 Personen ist die Zahl der aktiven Coronafälle im Landkreis erstmals seit Anfang Juni zweistellig. Seit Beginn der Pandemie wurden im Landkreis Miesbach insgesamt 607 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. 570 Menschen sind gesundet, 13 verstorben.

Erstmeldung vom 31. Juli:

Otterfing – Bereits Ende April ordnete das Gesundheitsamt eine Quarantäne in der derzeit mit 37 Personen belegten Sammelunterkunft an. Damals wurden drei Bewohner positiv getestet.

Wie das Landratsamt mitteilt, sind die nun betroffene Person und ihr Mitbewerber in eine derzeit frei stehende Wohnung für Asylbewerber in einem anderen Ort umgezogen. Auch alle weiteren Bewohner wurden vorsorglich auf das Coronavirus getestet. Weil sich die Abgrenzung von engen Kontaktpersonen in Sammelunterkünften kaum sicherstellen lässt, musste das Landratsamt die gesamte Einrichtung unter Quarantäne stellen.

Das Gesundheitsamt und der Fachbereich Ausländer- und Asylangelegenheiten am Landratsamt organisieren die Maßnahmen vor Ort. Die Bewohner hätten die Möglichkeit, sich im Freien aufzuhalten. Deshalb habe man die Unterkunft mit einem Bauzaun abgesperrt. Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes würden auf die Einhaltung der Quarantäne achten. Die Versorgung der Bewohner sei sichergestellt.

Auch sonst mahnt das Landratsamt weiter zur Wachsamkeit und Vorsicht im Bezug auf das Virus. Zwar würden die derzeit neun aktiven Fälle im Vergleich zur Gesamtbevölkerung im Landkreis gering erscheinen. Dennoch habe sich die Zahl in einer Woche mehr als verdoppelt. Zudem stünden rund 50 Personen unter Quarantäne. Sie würden vom Kontaktpersonenmanagement im Gesundheitsamt betreut.

Das Gesundheitsamt appelliere deshalb noch einmal eindringlich an alle Landkreisbürger, die nach wie vor geltenden Regeln wie Abstandhalten, Mundschutztragen und Händewaschen einzuhalten: „Bei allem Verständnis für den Wunsch nach Lockerungen: Unverantwortliches Handeln riskiert erneute Einschränkungen für alle!“

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