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Ein Platz für das Otterfinger Sportzentrum? Berghamer Bürger wollen verhindern, dass dieses nach Norden (l.) abfallende Gelände überbaut wird.

Berghamer formieren sich dagegen

Ein Sportzentrum neben Bergham? Nicht mit uns

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In Bergham formiert sich breiter Widerstand gegen die Pläne des Otterfinger Gemeinderats, das neue Sportzentrum unmittelbar westlich des Ortsrands zu platzieren.

Otterfing – Ein möglicher Standort nördlich der Dietramszeller Straße (MB 5) war in den Fokus gerückt, nachdem endgültig klar war, dass der Altstandort am Nordring vor allem wegen fehlenden Lärmschutzes kaum Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Am 23. Mai hatte der Gemeinderat daraufhin beschlossen, eine detaillierte Machbarkeitsstudie für das fünf Hektar große Areal bei Bergham in Auftrag zu geben.

Diese Entscheidung alarmierte viele Berghamer, die offenbar ein Sportzentrum auf diesem abschüssigen Gelände bisher nur für ein theoretisches Gedankenspiel gehalten hatten. Am vergangenen Sonntag trugen sich einige Dutzend in eine Unterschriftenliste ein, die an der Berghamer Kirche auslag. Zu Koordinatoren der Interessengemeinschaft (IG) Bergham wurden Manuela Oetter, Cornelia Seitz, Valentin Eder und Brigitte Killer bestimmt. Wie Oetter und Eder gestern auf Anfrage bestätigten, wird ein gemeinsamer Antrag an die Gemeinde vorbereitet.

Die IG will den Gemeinderat auffordern, nochmals und umfassend die Standortalternativen für ein Sportzentrum zu prüfen, speziell unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf Natur und Landschaft. „Wir wünschen uns, dass sich die Gemeinderäte die Situation dort noch einmal ganz genau anschauen“, sagen die Koordinatoren. Welche konkreten Argumente die IG ins Feld führt, wollten ihre Sprecher noch nicht verraten. „Das sollen die Gemeinderäte direkt von uns erfahren“, sagten Eder und Oetter auf Anfrage, „wir wollen fair und sachlich bleiben.“ Aktuell sitzt kein Berghamer im Otterfinger Gemeinderat.

Die in Frage kommende Fläche, die der Gemeinde bereits gehört, fällt nach Norden hin deutlich ab. „Dort zu bauen wäre eine Todsünde“, sagt auf Anfrage Bürgermeister Jakob Eglseder (CSU), der als einziger am 23. Mai gegen die detaillierte Machbarkeitsstudie gestimmt hatte. Eine Bebauung dieses charakteristischen Moränerückens beeinträchtige nicht nur das unmittelbar benachbarte Bergham, sondern auch Wettlkam in der Sichtachse Richtung Berge. Zudem hält Eglseder das Areal für zu klein: „Es gibt dort keinerlei Entwicklungsmöglichkeiten.“

Den Antrag der IG Bergham wird der Otterfinger Gemeinderat vermutlich in seiner Sitzung am 11. Juli behandeln. Die Ergebnisse der detaillierten Machbarkeitsstudie werden laut Eglseder bis dahin wohl noch nicht vorliegen. Deren Präsentation ist aber noch vor der Sommerpause geplant, wohl in der Sitzung am 25. Juli. 

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