+
Den Auftakt des Abends übernahm die Jugend der Blaskapelle. 

Konzert in der Mehrzweckhalle

Otterfinger Blaskapelle stellt ihr brandneues Album vor

Bravour- und Lieblingsstücke aus 20 Jahren hat die Blaskapelle Otterfing ihrem Publikum präsentiert. Live, aber auch auf CD: Die Kapelle stellte ihr brandneues Album vor.

Otterfing – Gefühlt war am Samstag ganz Otterfing auf den Beinen, um dem Musikverein und der Blaskapelle zum 20. Geburtstag zu gratulieren. Die Mehrzweckhalle schien aus allen Nähten zu platzen. Musikvereins-Vorsitzende Veronika Pallauf war stolz darauf, das kleine Jubiläum feiern zu dürfen, dass viele seit Beginn immer noch aktiv sind und dass die Kapelle eine brandneue CD – die zweite nach 2014 – eingespielt hat.

„Was wäre ein Dorf ohne Blasmusik?“, fragte Franz Huber, der als Moderator durch den dreistündigen Abend führte und die Musik mit Wort und Witz verband. „Nix“, gab er die Antwort gleich selbst.

Die 30-köpfige Formation unter bewährter Leitung von Robert Schüßlbauer, der wie ein Fels in der Brandung mit allerlei musikalischen Klippen agierte, bestätigte dies gleich vom ersten Ton an. „Per aspera ad astra“ (Durch das Raue zu den Sternen) hieß der wuchtige Konzertmarsch, das Eingangsstück, das die „Reise durch das Beste aus 20 Jahren“ eröffnen sollte. Inzwischen ein Klassiker und gern gespieltes Stück: die Ouvertüre zur Operette „Leichte Kavallerie“ von Franz von Suppé, weltberühmt und 1866 uraufgeführt. Es beginnt bedächtig und steigert sich langsam zum Thema, das man fast schon als Ohrwurm bezeichnen könnte. Vereinzelte „Bravo!“-Rufe aus dem Publikum lobten das Spiel der Kapelle. Im zehnminütigen Konzertwalzer „Nachtschwärmer“ von Michael Ziehrer, einem ihrer Lieblingskomponisten, gefielen die Otterfinger auch gesanglich. Im Bravourstück „Der Dessauer“ und der solistischen Polka „Lustige Brüder“ zeigten Gabriel Killer an der Trompete, Florian Groll am Flügelhorn sowie Martin Kirmayr am Tenorhorn, dass die Blasmusik Otterfing neben exaktem Zusammenspiel für solistische Einlagen sorgen kann.

Der zweite Teil zwei des schwungvollen Abends stand ganz im Zeichen der neuen CD „Mia hoid – für Otterfing“. Dafür gab es einen eigenen Block, in dem Musik erklang, die von Otterfingern über und für Otterfing geschaffen wurde: Das Original Bertl Bauer, Musikant, Komponist und Arrangeur, war der erste Kapellmeister der Blaskapelle, hat das Fundament gelegt, das heute noch trägt. Von ihm spielte die Musi den „Otterfinger Jubiläumsmarsch“ und den Walzer „Ja, die Musik“. Weiterhin erklangen die „Otterfinger Polka“ von Engelbert Wörndle und der „Marsch der Otterfinger Schützen“, vom Dirigenten Robert Schüßlbauer höchstpersönlich komponiert. Die nachfolgenden Polkas und Walzer voller Schmiss und Schwung sind ebenfalls auf der CD zu hören.

Traditionsgemäß hatte zu Beginn der Otterfinger Bläsernachwuchs sein Können unter Beweis stellen dürfen. Unter der Leitung von Peter Zimmermann spielten die knapp 20 jungen Musikanten schwerpunktmäßig Filmmusik und Musical, mit „Cabaret“ und „My Favorite Things“ sowie „Mission Impossible“.

Lesen Sie auch: Gereift und demokratisch

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Flüchtlingsquartier am Pitzarweg wird nicht vergrößert
108 statt 50 Betten. Einer deutlichen Erweiterung der Flüchtlingsunterkunft im Pitzarweg in Otterfing hat der Gemeinderat einen Riegel vorgeschoben.
Flüchtlingsquartier am Pitzarweg wird nicht vergrößert
Neue Kindergartenbrücke kommt 2020
Durchbruch bei der Holzkirchner Kindergartenbrücke: Die Bahn hat trotz zunächst anderslautender Aussagen einen Neubau für das kommende Jahr zugesagt. Dieser soll auch …
Neue Kindergartenbrücke kommt 2020
Geldbeutel im JUZ gestohlen
Gibt es diebische Jugendliche im Holzkirchner JUZ? Offenbar, denn im Jugendzentrum wurde ein Geldbeutel gestohlen.
Geldbeutel im JUZ gestohlen
Vom Studenten bis zum ehemaligen Bahn-Vorstand
Mit einer bunten Liste gehen die Holzkirchner Grünen in die Kommunalwahl 2020. Robert Wiechmann wurde nun offiziell zum Bürgermeisterkandidaten gewählt.
Vom Studenten bis zum ehemaligen Bahn-Vorstand

Kommentare