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Telekom-Löcher am Straßenrand: Weil dem Marktführer Fachpersona l fehlt, verzögert sich der Breitband-Ausbau um einige Wochen. Hier an den Verteilerkästen müssen die neuen Glasfaserkabel angeschlossen werden. 

Breitband-Ausbau in Otterfing 

Schnelles Internet erst im Dezember

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Das Breitband kommt, hat aber etwas Verspätung. Es wird wohl Dezember werden, ehe die ersten von knapp 700 Otterfinger Haushalten ein deutlich schnelleres Internet nutzen können.

Otterfing Die weiß-roten Schutzplanken am Straßenrand, die kleine Aufgrabungen vor den Verteilerkästen einhegen, sie gehören seit Monaten zum Otterfinger Ortsbild. Hier an den Spleißstellen der Internetkabel müssen die neuen Glasfaserleitungen zusammengeschlossen werden. Doch den Sommer über tat sich hier wenig. „Wann wird das endlich fertig?“, klagte Max Ruf (SPD) jüngst im Gemeinderat, „das ist ja eine Zumutung.“

Wie Bürgermeister Jakob Eglseder (CSU) berichtete, sind die Arbeiten tatsächlich in Verzug. Bis Oktober, so sieht es der Vertrag zwischen Telekom und der Gemeinde vor, müssten die neuen Bandbreiten zur Verfügung stehen. „Aber es stockt an den Spleißstellen“, sagt der Rathauschef, „der Telekom fehlt Fachpersonal.“ Zudem habe das Unternehmen auch benachbarte Ortsteile der Gemeinde Dietramszell (Erlach, Steingau) in das Otterfinger Ausbaupaket aufgenommen, was ebenfalls Zeit gekostet habe. Eglseder geht davon aus, dass die Leitungen im Dezember stehen. Die Telekom startet dann üblicherweise eine regionale Marketing-Offensive, um die neuen Bandbreiten zu vermarkten.

Auftraggeber der Arbeiten ist die Gemeinde. Marktführer Telekom hatte im Herbst des vergangenen Jahres die Ausschreibung gewonnen, das Internet für 692 Haushalte in der Gemeinde spürbar nachzurüsten. Viel Wettbewerb hatte es allerdings nicht gegeben: Ein von der Gemeinde angeschriebener Bewerber zog sein Angebot zurück, ein zweiter lag preislich deutlich über dem Marktführer Telekom.

Konkret profitieren werden die Ortsteile Wettlkam, Palnkam, Bergham, Holzham sowie Otterfinger Wohngebiete östlich der Bahnlinie. Haushalte können dann Breitband-Anschlüsse mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit/s (Megabit pro Sekunde) buchen. Im Gewerbegebiet, wo unter anderem die Firma Bergzeit einen weltweit aktiven Internet-Versand betreibt, sollen bis zu 200 Mbit/s zur Verfügung stehen. Das Ausbaupaket hat ein Volumen von rund 200 000 Euro; 140 000 Euro decken staatliche Breitband-Fördermittel ab, den Rest finanziert die Gemeinde.

Technisch setzt die Telekom auf das „Vectoring“. Dabei werden die superschnellen Glasfaser-Leitungen nur bis zu den Verteilerkästen geführt, für die „letzte Meile“ in die Häuser werden bestehende Kupferkabel nachgerüstet. Will heißen: Wer näher an den Verteilerkästen wohnt, hat größere Chancen, stärkere Bandbreiten zu bekommen. Derzeit gelten in der EU 30 Mbit/s als „ausreichende Grundversorgung“; darüber hinaus dürfen Staaten den Breitband-Ausbau grundsätzlich nicht subventionieren.

Wie die Gemeinde Otterfing nach dem aktuellen Paket weiter in ihre Breitband-Nachrüstung investiert, ist noch unklar. Eglseder deutete zuletzt an, dass der seit Sommer geöffnete staatliche Fördertopf „Höfe-Bonus“ wohl für Otterfing kaum relevant ist. Allerdings gibt es – auch nach dem derzeit laufenden Ausbau – durchaus noch unterversorgte Ortsteile, etwa Heigenkam, den Markweg und Teile von Holzham.

„Wir lassen derzeit prüfen, ob uns die Förderprogramme weitere Möglichkeiten eröffnen“, sagte Rathaus-Geschäftsleiter Markus Stark im Gemeinderat. Die Zeichen dafür stehen günstig: Nicht nur der Freistaat, auch der Bund stellt mittlerweile großzügige Fördertöpfe zur Verfügung.

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