Am 22. März

Bürgerentscheid: TSV rät Mitgliedern zu einem "Nein"

Otterfing - Der TSV Otterfing zeigt Flagge. Beim Bürgerentscheid am 22. März zum neuen Sportzentrum empfiehlt der Verein seinen Mitgliedern mit „Nein“ zu stimmen. Warum, erklärt der Vorsitzende:

Die konkrete Frage des Bürgerentscheids lautet: „Sind Sie dafür, dass das neue Sportzentrum am bisherigen Standort für unsere Gemeinde angemessen und finanzierbar entwickelt wird?“

Wie Vorsitzender Wolfgang Troidl auf Anfrage mitteilte, sieht der TSV in einem „Ja“ eine unnötige Vorfestlegung auf einen Standort. „Die Entscheidung wäre dann eingeschränkt.“ Wie der Vorsitzende betont, legt sich der TSV damit ausdrücklich noch auf keinen Standort fest. „Uns ist wichtig, sich alle Optionen offen zu halten.“ Der Verein hat im Vorfeld der Entscheidung eine Bedarfsliste für Sportstätten erarbeitet, die nicht nur die aktuelle Nachfrage abdeckt, sondern auch in die Zukunft weist. „Ob das alles auch so möglich ist, muss man sehen.“

Auf der Liste stehen unter anderem eine Dreifach-Turnhalle mit Gymnastikräumen, Fußballplätze – und eine umstrittene 400-Meter-Bahn. „Das ist keine spezielle Forderung für Leichtathleten, auch Fußballer und Breitensportler profitieren davon.“ Das momentane Sportstätten-Angebot in Otterfing könne die Nachfrage vor Ort nicht mehr decken, berichtet der Vorsitzende. „Viele Otterfinger engagieren sich deswegen in umliegenden Orten“, weiß der Vorsitzende. Beispielsweise für Handballer, Geräteturner oder für Tanzsportler fehle der Platz; besonders die Jugend interessiere sich verstärkt für Trendsportarten wie Parkour.

Im Vorfeld der Abstimmung am 22. März will der Verein zunächst die Mitglieder „mit Daten füttern, damit sie sehen, wie es zu unserer Bedarfsliste kam“. Am Dienstag, 3. März, plant der TSV eine Info-Veranstaltung für alle Bürger. „Wir werden dann auch Fragen beantworten“, sagt Troidl.

Der TSV zählt aktuell rund 1750 Mitglieder, fast 40 Prozent davon sind Kinder und Jugendliche. Die größte Sparte (800 Mitglieder) bildet die Abteilung Leichtathletik/Turnen, gefolgt von der Ski-Sparte (650) und den Fußballern (500). Deutlich positioniert haben sich vor der Abstimmung bereits die Grünen. Der Ortsverband Otterfing unterstützt klar die Initiatoren des Bürgerbegehrens und damit die Forderung, das Sportzentrum am Nordring zu belassen.

avh

Rubriklistenbild: © dpa

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