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Ein Vorbild für Otterfing? In einer oberbayerischen Gemeinde hat die Bürgerinitiative ein Sporthallen-Projekt gefunden, das in ähnlicher Form auch für Otterfing in Frage kommen könnte. 

Bürgerinitiative stellt „Musterprojekt“ vor

Infoabend: Frischer Impuls für das Sportzentrum

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Eine zusätzliche Turnhalle soll den Otterfinger Sportlern mehr Platz verschaffen – und das alte Sportzentrum zukunftstauglich machen. Mit einem konkreten Vorschlag, abgeschaut aus einer anderen Gemeinde, meldet sich die Bürgerinitiative zurück in der Diskussion.

Otterfing Über drei Jahre ist es schon wieder her: Beim Bürgerentscheid im März 2015 sprach sich eine deutliche Mehrheit der Otterfinger Wähler (über 70 Prozent) dafür aus, das bestehende Sportzentrum am Nordring „angemessen und finanzierbar“ weiter zu entwickeln. Die von Bürgermeister Jakob Eglseder (CSU) favorisierte Alternative, ein neues Sportzentrum an der Kreuzstraße zu planen, Schritt für Schritt zu bauen und mit dem Erlös einer Wohnbau-Vermarktung des alten Sportzentrums zu bezahlen, stand im Bürgerentscheid nicht zur Debatte.

Der Fokus liegt seit März 2015 auf dem Altstandort. Als die Planung dort stockte, da der Gemeinde Erweiterungsflächen fehlen, der Lärmschutz Grenzen setzt und die Finanzierung unklar ist, diskutierte der Gemeinderat kurzzeitig einen Standort bei Bergham, ließ den aber heuer im Januar endgültig fallen – ebenso ausdrücklich wie die Auslagerung an die Kreuzstraße (wir berichteten).

Von der Bürgerinitiative (BI) war lange nichts zu hören, jetzt meldet sich die Gruppe zurück. „Einen hilfreichen Vorschlag für eine Sporthalle am Altstandort“ wolle man bei einem Informationsabend am Donnerstag, 7. Juni, präsentieren, sagt BI-Sprecher Josef Killer. Lange habe man gesucht und recherchiert, um eine „Best practice“-Lösung zu finden, die auf Otterfing passe. Wo genau in Oberbayern man fündig wurde, will Killer erst am Donnerstag verraten. „Gemeinde und Sportverein dort standen vor einem ähnlichen Problem wie wir“, sagt der BI-Sprecher.

Gebaut wurde schließlich eine 2,5-fache Sporthalle mit Sondernutzung. „Eine der modernsten Sporthallen Deutschlands“, schwärmt Killer, „eine Lösung mit Herz und Verstand.“ Ausführlich werde man das Konzept beim Info-Abend vorstellen; es wird ein Film gezeigt, ein Fachreferent geht auf Planung, Finanzierung und Unterhalts-Kosten ein. Offenbar engagierte sich vor allem der Verein, der sich so hohe Zuschüsse sicherte. „Die Mitgliedsbeiträge des Vereins wurden nicht erhöht“, weiß Killer. Auch die Gemeinde habe sich viele Kosten gespart.

Die BI stellt sich so eine reine Sporthalle als Zusatzbau auf dem Altstandort vor. Die bestehende Mehrzweckhalle gelte es zu ertüchtigen. die Außenanlagen zu sanieren. Der Neubau könne als zusätzlicher Lärmschutz dienen. Da „nur“ eine Sporthalle ergänzt werde, müsse man wohl auch nicht allzu viele Parkplätze dazu bauen.

„Wir wollen der Sportzentrums-Debatte einen frischen Impuls geben“, sagt der Sprecher der BI, für die sich unter anderem auch Thomas Rychly, Georg Strobl und Stefan Walter engagieren. Es solle nicht der Eindruck entstehen, die BI beschränke sich auf Protest. „Wir wollen einen Beitrag leisten, damit sich die Diskussion nicht weiter nur im Kreis dreht.“

Info-Abend: Die Bürgerinitiative lädt alle Otterfinger am Donnerstag, 7. Juni, ab 20 Uhr in den Otterfinger Hof ein. Das Sporthallen-Konzept wird ausführlich vorgestellt, anschließend wird diskutiert.

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