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Seit 15 Jahren Bürgermeister in Otterfing: Jakob Eglseder feiert heute seinen 60. Geburtstag. 

Bürgermeister feiert runden Geburtstag

Öfter den inneren Schweinehund besiegen

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Otterfings Bürgermeister feiert am Donnerstag seinen 60. Geburtstag. Im Interview verrät er, was er sich zum „Runden“ wünscht, wie er sich verändert hat und was er sich fürs nächste Jahrzehnt vorgenommen hat. 

Otterfing – Das Geburtstagskind ist ausgeflogen. Rund um seinen „Runden“ gönnt sich Jakob Eglseder einige Tage Urlaub.

Seit 2002 führt der gelernte Schreinermeister die Geschicke der Gemeinde. Nach zwei eher geräuschlosen Amtsperioden, als es dem CSU-Mann Eglseder gelang, die bis dahin sehr turbulente Kommunalpolitik in ruhige Gewässer zu führen, wurde der Ton in der dritten Amtszeit (seit 2014) wieder rauer. Speziell die hitzige Debatte um das Sportzentrum hinterließ bei Eglseder einige Narben. Anfang des Jahres nahm er eine längere Auszeit, um frische Kräfte zu tanken.

Herr Eglseder, was wünschen Sie sich zu Ihrem 60. Geburtstag?

Jakob Eglseder: Ich will gesund und fit bleiben. Außerdem wünsche ich mir mehr Zeit für die Familie, die ich in den vergangenen 15 Jahren leider oft vernachlässigen musste. Und ich hoffe, dass mir in meinem Heimatort noch ein paar positive, zukunftsfähige Entscheidungen gelingen.

Was wäre so eine zukunftsfähige Entscheidung?

Jakob Eglseder: In erster Linie das Sport- und Freizeitgelände. Die Vereine, nicht nur der TSV, sollten sich überlegen, was los wäre, wenn sie auf dem jetzigen Stand stehen bleiben. Stagnation ist Rückschritt. Ich denke, dass sich mancher nicht bewusst ist, was es bedeutet, wenn die Modernisierung des Vereinszentrums behindert wird. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht zu einer Vorort- und Schlafsiedlung von München werden. Für Senioren und die Vollversorgung stehen auch Entscheidungen an. Ich hoffe, dass der Gemeinderat Courage beweist.

Sagen wir, wir schenken Ihnen zum „Runden“ ein Treffen mit einem Promi. Wer darf’s denn sein?

Jakob Eglseder: Da gäbe es einige aus der Musikszene. Aber wenn ich so nachdenke – mit dem Dalai Lama oder dem emeritierten Papst Benedikt würde ich gerne mal philosophieren.

Was soll im neuen Lebensjahrzehnt anders laufen als bisher?

Jakob Eglseder: Auf alle Fälle muss ich mehr für die Fitness tun. Die Kilos sind mehr geworden, die müssen runter. Ich nehme mir fest vor, den inneren Schweinehund öfter zu besiegen und wieder mehr Sport zu treiben.

Was unterscheidet den Jakob Eglseder, der 50 geworden ist, von dem Jakob Eglseder, der jetzt 60 wird?

Jakob Eglseder: Ich bin um einige Erfahrungen reicher, positiv wie auch negativ. Persönlich hat mir der Sportzentrums-Bürgerentscheid einen Knacks versetzt, da bin ich ehrlich. Ich hätte nicht gedacht, dass politisch motivierte Populisten unseren Ort so spalten können. Privat weiß ich heute vielleicht mehr als vor zehn Jahren, wie wichtig meine Familie für mich ist. Meine Frau, meine fünf erwachsenen Kinder, die zwei Enkel.

Wie verbringen Sie Ihren 60. Geburtstag?

Jakob Eglseder: Im Kreise meiner Lieben, im engsten Familienkreis. Mit meinen guten Freunden werde ich nachfeiern. Die haben sicher Verständnis dafür, dass ich diesmal meine Familie bevorzuge.

2020 endet Ihre dritte Amtszeit als Otterfinger Bürgermeister. Werden Sie denn noch einmal kandidieren?

Jakob Eglseder: Das kann ich heute wirklich noch nicht sagen. Es gibt viel darüber nachzudenken. Andererseits bin ich aber schon sehr motiviert, mich weiter für meinen Heimatort einzusetzen. Wenn ich sehe, dass ein vernünftiger Nachfolger bereitsteht, bei dem – oder bei der – klar unser Ort im Vordergrund steht und nicht das eigene Ego, dann kann ich durchaus zurückstecken.

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