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Er will bei der Kommunalwahl 2020 Bürgermeister in Otterfing werden:  Michael Falkenhahn (M.) mit seinen Fraktionskollegen Andreas Eichhorn (l.) und Roberto Sottanelli.

Kommunalwahl 2020 im Landkreis Miesbach

Michael Falkenhahn (SPD) will das Otterfinger Rathaus erobern

Der Chefposten im Otterfinger Rathaus wird bei der Kommunalwahl 2020 neu vergeben. Die SPD schickt ihren Kandidaten ins Rennen: Michael Falkenhahn will Bürgermeister werden.

Otterfing – Dass auf Otterfing eine besonders spannende Kommunalwahl zukommt, steht fest, seit Jakob Eglseder (CSU) erklärt hat, dass für ihn nach 18 Jahren als Bürgermeister Schluss ist. Der SPD-Ortsverein geht nun in die Offensive: Im Gasthaus Baumann haben die Mitglieder ihren Vorsitzenden Michael Falkenhahn (52) offiziell als Bürgermeisterkandidaten nominiert. Durchaus hoffnungsfroh: Schließlich war SPD-Kandidat Andreas Eichhorn bei der Bürgermeisterwahl 2014 als einziger Gegenkandidat nur knapp dem Amtsinhaber unterlegen.

„Bei der derzeitigen Stimmung und dem Stillstand der Otterfinger Gemeindepolitik in wesentlichen Fragen ist ein Wechsel an der Spitze dringend notwendig“, sagt Falkenhahn, der seit rund 20 Jahren in Otterfing lebt und als IT-Projektleiter arbeitet. Dem Gemeinderat gehört der verheiratete Vater dreier erwachsener Söhne seit 2014 an.

Kommunalwahl 2020: Michael Falkenhahn will Bürgermeister in Otterfing werden

Einen Schwerpunkt will der 52-Jährige auf bezahlbaren Wohnraum legen. Einfamilienhäuser in Einheimischenmodellen zu fördern, sieht er dafür nicht mehr als taugliches Mittel. „Jemand, der sich jetzt ein Grundstück für 70 Prozent des Nennwerts leisten kann, ist eigentlich nicht die Klientel, die eine Förderung braucht“, findet Falkenhahn. „Im Bayerischen Wald ziehen die Jungen weg, weil es keine Arbeitsplätze gibt – bei uns, weil es keinen günstigen Wohnraum gibt.“ Er wolle den Wohnungsbau für Jung und Alt durch Genossenschaften aktiv fördern. Aus Natur- und Klimaschutzgründen sei es auch nicht sinnvoll, immer mehr Boden zu versiegeln. Er strebe ein maßvolles Wachstum an. „Die Dörflichkeit gilt es ebenso zu erhalten, wie die unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse der Otterfinger zu respektieren.“

Beim Thema Sportzentrum wolle er zur Sachpolitik zurückkehren. Eine Realisierung am Altstandort, die er in „gewissen Konstellationen“ für möglich hält, habe für ihn in dieser Frage Priorität: „Für mich ist der Bürgerentscheid immer noch bindend, unabhängig von der gesetzlichen Frist.“ Den Skaterplatz als Treffpunkt für die Jugend will er erhalten.

Die Zusammenarbeit im Gemeinderat sei aber gar nicht so schlecht, wie oft kolportiert werde: „Wir haben Reizthemen und reiben uns, aber das gehört dazu. Wir arbeiten gut zusammen.“ Er lege keinen Wert auf einen „Schmutzwahlkampf“ im Rennen ums Bürgermeisteramt, sagt Falkenhahn: „Ich gehe davon aus, dass wir nach der Wahl zusammenarbeiten werden.“ 

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ag

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