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Otterfing: Wahlbenachrichtigung muss nach Panne neu verschickt werden

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Von: Katrin Hager

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Bei der Wahlbenachrichtigung in Otterfing ist es zu Fehlern gekommen. (Symbolbild)
Bei der Wahlbenachrichtigung in Otterfing ist es zu Fehlern gekommen. (Symbolbild) © Fleig / Eibner-Pressefoto/Imago Images

Bei der Vorbereitung der Bundestagswahl 2021 ist es in Otterfing zu einer Panne gekommen. Weil die Wahlbenachrichtigung fehlerhaft war, muss eine neue verschickt werden.

Otterfing – Rund dreieinhalbtausend Wahlberechtigte in Otterfing bekommen kommende Woche noch einmal Post von der Gemeinde – samt einem Infoschreiben: In der bereits verschickten Wahlbenachrichtigung zur Bundestagswahl am 26. September 2021 waren zwei Fehler enthalten.

Wie Franziska Hainz, die sich im Otterfinger Rathaus um die Wahlorganisation kümmert, am Freitag mitteilte, müssen die Wahlbenachrichtigungen deshalb neu verschickt werden. Sonst wären Briefwähler unter Umständen nicht zum Zug gekommen. „Das Vorgehen ist mit der Kreiswahlleitung und dem Innenministerium abgestimmt“, erklärt Hainz. Sabine Schmid, Pressesprecherin des Tölzer Landratsamts, wo die zuständige Kreiswahlleitung angesiedelt ist, bestätigt das auf Anfrage des Holzkirchner Merkur.

Gemeindeadresse unvollständig, Wahlkreis falsch bezeichnet

Zu spät waren zwei Fehler bemerkt worden: Zum einen war der Wahlkreis mit der alten Bezeichnung „224 Starnberg“ aufgeführt – richtig ist nach der Wahlkreisreform 2017 „223 Bad Tölz-Wolfratshausen – Miesbach“. Gravierendere Auswirkungen für die Praxis hätte jedoch der zweite Fehler: Auf der Rückantwort für den Briefwahlantrag fehlten bei der Gemeinde-Adresse Postleitzahl und Ortsbezeichnung. „Die meisten werfen das zwar direkt im Briefkasten am Rathaus ein“, weiß Hainz – aber eben nicht alle. So könnten Otterfinger zum Beispiel in München bei der Arbeit den Antrag in einen Postkasten einwerfen. „Wegen der unvollständigen Adresse ist dann nicht gewährleistet, dass der Brief auch ankommt.“

Wer auf postalisch beantragte Briefwahlunterlagen wartet, sollte handeln

Wähler, die bei der Gemeinde Otterfing bereits auf dem Postweg einen Briefwahlantrag gestellt und bisher keine Unterlagen erhalten haben, sollten deshalb den Antrag mit der neuen Wahlbenachrichtigung noch einmal stellen. Die Gemeinde bittet alle Bürger darum, die fehlerhaften Benachrichtigungen zu vernichten. Wer am Wahltag versehentlich die fehlerhafte Version zum Wahllokal mitbringen sollte, kann aber trotzdem wählen: „Es stehen ja alle im Wählerverzeichnis.“

Wie es zu den Fehlern kam, „ist uns selber nicht ganz bekannt“, sagt Hainz auf Nachfrage. Der Programmdienstleister wolle eine Sicherung einbauen, um ähnlichen Fällen vorzubeugen. Am Freitag ging die neuerliche Wahlbenachrichtigung für alle Otterfinger Wahlberechtigten in den Druck, die Zustellung durch die Post erfolgt in der kommenden Woche, kündigt Hainz an. Ob und welche Mehrkosten durch die Panne entstanden sind, konnte die Gemeinde am Freitag nicht sagen.

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ag

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