Neue Aufgabe: Alexander Mair (l.) übernahm das Staatsforsten-Revier Otterfing von Johannes Nachbar. Das Revier ist dem Forstbetrieb Schliersee zugeordnet, dessen Leiter Jörg Meyer (r.) den neuen Revierleiter begrüßte.
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Neue Aufgabe: Alexander Mair (l.) übernahm das Staatsforsten-Revier Otterfing von Johannes Nachbar. Das Revier ist dem Forstbetrieb Schliersee zugeordnet, dessen Leiter Jörg Meyer (r.) den neuen Revierleiter begrüßte.

Staatsforsten stellen neuen Leiter des Otterfinger Reviers vor

Die Aufgabe lautet: Den Hofoldinger Forst fit machen für den Klimawandel

  • Andreas Höger
    vonAndreas Höger
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1500 Hektar Wald bekommen einen neuen Kümmerer: Anfang April übernahm Alexander Mair das Staatsforsten-Revier Otterfing. Der 32-Jährige soll im Hofoldinger Forst dafür sorgen, dass die vorherrschenden Fichtenbestände in klimastabile Mischwälder umgebaut werden.

Otterfing - Das Staatsforsten-Revier Otterfing umfasst den südlichen Teil des Hofoldinger Forsts. Es erstreckt sich westlich der Autobahn auf Otterfinger und Sauerlacher Gebiet sowie auf einem Streifen (Gemeinde Aying) nördlich der „Forststraße“ bis Kreuzstraße. Neben diesem L-förmigen Teil des Hofoldinger Forsts gehören Bergwald-Bereiche bei Tegernsee und Hausham in die Zuständigkeit des Otterfinger Staatswald-Reviers. Eine interessante Mischung, die auf den neuen Revierchef wartet.

Alexander Mair wechselt von der Dienststelle Allersberg (südlich von Nürnberg) ins Oberland. Die Versetzung bringt den 32-Jährigen, der mit seiner Lebensgefährtin in Wackersberg bei Bad Tölz lebt, der Heimat ein gutes Stück näher. Wie sein Vorgänger Vorgänger Johannes Nachbar (32), der innerhalb der Bayerischen Staatsforsten ins heimatliche Ostallgäu wechselt, soll Mair den Umbau der überwiegenden Fichtenbestände in klimastabile Mischwälder voranbringen.

Windwürfe und Borkenkäfer setzen den Fichtenbeständen immer mehr zu

Wie anfällig speziell Fichten geworden sind, habe man gerade im Hofoldinger Forst zu spüren bekommen, sagt Jörg Meyer, Leiter des Forstbetriebs Schliersee, dem das Revier Otterfing zugeordnet ist. „Meist rennen wir Stürmen oder dem Borkenkäfer hinterher.“ In diesen „zerrupften“ Arealen gelte es, vorhandener Vorausverjüngung Raum zu lassen, um Mischwälder heranwachsen zu lassen, die mit höheren Temperaturen und längeren Trockenphasen zurechtkommen. Mindestens vier Baumarten sind erwünscht, darunter Buchen, Tannen, Douglasien oder Lärchen. „Manchmal ist auch eine pflegende Hand gefragt, wenn man etwa Buchen einbremsen muss“, sagt Meyer.

Der neue Revierleiter Mair kündigte an, speziell den Borkenkäfer im Auge zu behalten. „Bei warmen Temperaturen können die Käfer bald wieder aktiv werden.“ Sein Büro hat der 32-Jährige im Otterfinger Staudenfeldweg –ebenso übrigens wie Kollegin Theresa Stiegler, die seit 2020 für das im Norden angrenzende Staatsforsten-Revier Hofolding zuständig ist.

Beide Reviere sind als Standorte für Windräder der Arge Hofoldinger Forst im Gespräch. Die Standorte, die zur Debatte stehen, habe man selber mit ausgewählt, sagt Meyer: „Wir haben darauf geachtet, dass es sich nicht um unsere wertvollsten Bestände handelt.“

Weitere Infos zu Windkraft-Plänen im Hofoldinger Forst finden Sie hier.

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