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Die Nachfrage steigt: Die privat organisierte Mittagsbetreuung „Schwalbennest“ – unser Bild zeigt Monika Löffler beim Basteln mit den Kindern – darf sich über eine Verdoppelung des gemeindlichen Zuschusses freuen.

„Schwalbennest“ wird aufgepolstert

Dicker Zuschuss für Kita Schwalbennest 

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Otterfing – Das „Schwalbennest“ ersetzt eine gemeindliche Kita im Ort. Um die Finanzierung zu sichern, verdoppelte die Gemeinde jetzt ihren Zuschuss.

Als das „Schwalbennest“ anno 1997 erstmals öffnete, war die Nachfrage überschaubar. 15 Schüler trafen sich nach dem Unterricht, die Betreuung organisierte eine Eltern-Initiative, die bald darauf einen Verein gründete. 19 Jahre später sind die Strukturen längst professionalisiert. „Die Nachfrage hat sich vervierfacht“, berichtete Vorsitzende Monika Kock jetzt im Otterfinger Gemeinderat.

60 Plätze werden mittlerweile angeboten, zum festen Personal zählen – neben einem FSJ-Praktikanten und zwei ehrenamtlich tätigen Frauen – zehn Mitarbeiterinnen. Das kostet Geld. „Erstmals seit fast 20 Jahren weist unser aktueller Finanzplan ein Defizit auf“, erklärten Kock und Andrea Schlegel, die „Finanz-Ministerin“ des Vereins, den Gemeinderäten – und baten darum, den jährlichen Zuschuss zu verdoppeln. All die Jahre war man mit pauschal 4400 Euro ausgekommen. Der Gemeinderat gewährte mit sofortiger Wirkung eine Verdoppelung auf 8800 Euro. Die Entscheidung fiel einstimmig. „Müssten wir selbst einen Hort auf die Beine stellen, käme uns das um ein Vielfaches teurer“, erklärte Bürgermeister Jakob Eglseder (CSU). Es werde im „Schwalbennest“ gute Arbeit geleistet, der höhere Zuschuss sei gerechtfertigt.

Wie hoch genau das Defizit im Finanzplan ausfällt, das wollte Kock nicht verraten. Bekannt ist, dass der Freistaat die viergruppige Einrichtung mit 28 000 Euro jährlich fördert (je Gruppe 7000 Euro). Dazu kommen auf der Einnahmenseite die Jahresbeiträge der 70 Vereinsmitglieder (je zehn Euro). Die Mitgliedschaft ist Voraussetzung für die Aufnahme eines Kindes. Für die Mittagsbetreuung (inklusive Hausaufgaben-Hilfe) selbst fallen im Schuljahr monatlich bisher 70€Euro an. „Wir haben uns in der letzten Jahreshauptversammlung zu einer Erhöhung auf 80 Euro durchgerungen“, berichtete Kock. Gezahlt wird für elf Monate; der zwölfte Monatsbeitrag gilt als „Vorkasse“ für die Elternarbeit. Leisten die Eltern mindestens sechs Stunden pro Schuljahr im „Schwalbennest“ ab, wird dieser Betrag erstattet.

„Es ist wirklich unglaublich, was dort geleistet wird“, lobte Ulrike Stockmeier (FWG), die selbst als stellvertretende Vorsitzende in der zweiten Mittagsbetreuung, der „Rappelkiste“, engagiert ist. Diese zweite Elterninitiative gibt es seit vier Jahren, auch sie betreut bereits fast 60 Kinder. Und auch die „Rappelkiste“ wird wohl demnächst im Rathaus vorstellig werden, um einen höheren Zuschuss zu beantragen. „Wir werden wohl bald nachziehen“, kündigte Stockmeier an.

Finanziell unterstützt werden von der Gemeinde auch der örtliche Pfarrkindergarten und das Montessorihaus. „Wir haben Verträge, die einen gewissen Defizit-Ausgleich vorsehen“, erläuterte der Bürgermeister. Auch die Gemeinde selbst bietet Kinderbetreuung an: Im Haus für Kinder gibt es einen Kindergarten und eine Krippe.

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